Bei Lanz zur Primetime: Chrupalla verteidigt Höcke gegen Vorwürfe

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: photocosmos1 / Shutterstock.com
Foto: photocosmos1 / Shutterstock.com
AfD-Chef leugnet Höckes Rechtsextremismus.

In einer kontroversen Diskussion bei der ZDF-Sendung "Markus Lanz" sorgte AfD-Chef Tino Chrupalla mit seiner Aussage, dass Björn Höcke für ihn nicht rechtsextrem sei, für Aufsehen. 

Chrupalla versuchte, seine Partei als verfassungstreu darzustellen, stieß jedoch auf erheblichen Widerspruch. 

Er definierte Extremismus als das Bestreben, die freiheitlich-demokratische Grundordnung mit Gewalt oder Gewaltfantasien zu bekämpfen, eine Definition, die er nicht auf Höcke angewendet sehen wollte. 

Diese Positionierung führte zu einer peinlichen Stille im Studio und zu heftiger Kritik von den anderen Gästen, darunter Journalistin Franziska Klemenz, die Chrupalla mit Höckes umstrittenen Äußerungen konfrontierte.

Laut einem Bericht von Bild erinnerte Klemenz an Höckes Vergleiche von Menschen in Afrika mit Bakterien und seine Bezeichnung des Berliner Holocaust-Mahnmals als "Denkmal der Schande". 

Chrupallas Versuch, diese Aussagen herunterzuspielen und Höcke nicht als rechtsextrem zu klassifizieren, stieß auf Unverständnis und Kritik, nicht nur bei den anderen Gästen, sondern auch beim Moderator Markus Lanz.

Die Diskussion bei "Markus Lanz" beleuchtet die tiefen Gräben innerhalb der deutschen politischen Landschaft, insbesondere im Umgang mit rechtsextremen Tendenzen innerhalb der AfD. 

Chrupallas Aussagen werfen Fragen auf bezüglich der Positionierung der AfD zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und dem Umgang mit kontroversen Mitgliedern wie Björn Höcke.