Cannabis im Eigenanbau: Was ist erlaubt und was nicht?

Geschrieben von Olivia Rosenberg

6 Wochen vor

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08/04/2024
Foto: Shutterstock
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Cannabis-Anbau unter neuen Bedingungen.

Seit dem 1. April 2024 hat Deutschland einen bedeutenden Schritt in Richtung einer liberaleren Drogenpolitik gemacht: Der Anbau von Cannabis für den Eigenbedarf ist nun legal. 

Diese Neuregelung ermöglicht es Erwachsenen, bis zu drei Cannabispflanzen gleichzeitig zu kultivieren. 

In Haushalten mit mehreren volljährigen Personen darf jede Person bis zu drei Pflanzen für sich beanspruchen, wobei die Gesamtmenge des getrockneten Cannabis auf 50 Gramm pro Wohnung begrenzt ist. 

Diese Regelung, berichtet von myHOMEBOOK, soll den Eigenkonsum decken und gleichzeitig den illegalen Handel eindämmen.

Der Anbau kann sowohl indoor als auch im eigenen Garten erfolgen. Besonders wichtig ist dabei der Schutz der Pflanzen vor unbefugtem Zugriff, insbesondere vor Kindern und potenziellen Dieben. 

Experten raten daher, die Pflanzen in einem abschließbaren Gewächshaus anzubauen. Diese Vorsichtsmaßnahme soll sicherstellen, dass der Anbau verantwortungsvoll und im Einklang mit dem Gesetz erfolgt.

Die Legalisierung bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. So muss beim Indoor-Anbau mit einem Ertrag von 35 bis 50 Gramm pro Pflanze gerechnet werden, im Außenanbau sogar mit bis zu 100 Gramm. 

Dies bedeutet, dass die erlaubte Höchstmenge von 50 Gramm schnell überschritten werden kann. Alles, was über diese Menge hinausgeht, muss vernichtet werden, und der private Anbau darf keinesfalls zu kommerziellen Zwecken genutzt werden.

Die Legalisierung des Cannabis-Anbaus für den Eigenbedarf markiert einen Wendepunkt in der deutschen Drogenpolitik und bietet Cannabis-Konsumenten eine legale Alternative zum Schwarzmarkt. 

Gleichzeitig betont sie die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Pflanze.