Druck auf Deutsche Bahn steigt: GDL beendet Streik bei Transdev

Geschrieben von Olivia Rosenberg

18 Wochen vor

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12/01/2024
Foto: Shutterstock
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Bahnstreik-Ende bei Transdev.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat einen Teil ihres Streiks in Nordrhein-Westfalen vorzeitig beendet, allerdings nur beim Bahnunternehmen Transdev. Dies könnte eine Signalwirkung für weitere Verhandlungen haben. 

Trotz des Streikendes wird es bei der Rhein-Ruhr-Bahn und der Nordwestbahn am Nachmittag noch zu Einschränkungen im Zugverkehr kommen, die vermutlich bis in die Abendstunden andauern werden.

Ersatzbusse sollen weiterhin fahren, auch wenn die ersten Züge wieder rollen. 

Die genauen Überlegungen, die zu dem Angebot von Transdev an die GDL geführt haben, sind unklar, aber es könnte sein, dass die Reduzierung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden mit bestimmten Bedingungen verbunden ist, wie Wolfgang Landmesser aus der WDR-Wirtschaftsredaktion erläutert.

Das Ende des Streiks bei Transdev erhöht den Druck auf die Deutsche Bahn.

Anfang Januar hatte der Bahn-Personalchef ein Angebot zur Arbeitszeit vorgelegt, das mehr Flexibilität bei der Schichtplanung und Rücksichtnahme auf private Pläne der Beschäftigten beinhaltete, jedoch keinen Lohnausgleich. 

Dieser Aspekt ist jedoch ein wichtiger Teil der GDL-Forderung. Bei anderen kleinen Bahnunternehmen wie Netinera und Go-Ahead wurden bereits Abschlüsse erzielt, die Schichtmodelle mit einer 35-Stunden-Woche ohne Lohneinbußen vorsehen. 

Diese Unternehmen haben sich jedoch abgesichert und festgelegt, dass sie dies nur umsetzen wollen, wenn die 35-Stunden-Woche auch bei anderen Bahnen, einschließlich der Deutschen Bahn, eingeführt wird.

Der Streik bei der Deutschen Bahn und anderen Eisenbahnunternehmen soll noch bis heute um 18 Uhr dauern, berichtet WDR.