Europawahl: Ramelow warnt vor Spaltung zwischen Ost und West

Geschrieben von Olivia Rosenberg

1 Tag vor

|

11/06/2024
Deutschland
Foto: Wikimedia Commons
Foto: Wikimedia Commons
Ministerpräsident besorgt.

Nach der Europawahl, bei der die AfD in Ostdeutschland zur stärksten Kraft wurde, hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow laut dem Spiegel vor einer wachsenden Kluft zwischen Ost- und Westdeutschen gewarnt.

"In sozialen Netzwerken lese ich nach der Europawahl jetzt Sätze wie: 'Wo bleibt die Dankbarkeit der Ostdeutschen?' Das sind Fragen, die wir jetzt gerade nicht brauchen", sagte Ramelow den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). 

Er betonte, dass die Ausgangslage für die bevorstehenden Landtagswahlen schwierig sei, aber dass Personalwahlen für die AfD bisher nie gut ausgegangen seien.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst warb nach der Europawahl für mehr Austausch zwischen Ost- und Westdeutschland. 

Er plädierte für einen "Einigungsvertrag 2.0", der neben der formalen Einheit auch die Menschen besser zusammenbringen solle, um Vertrauen und Zusammenhalt zu stärken. 

Wüst betonte die Notwendigkeit von Projekten, die junge Menschen aus Ost und West stärker zusammenbringen, da Austausch Vertrauen schaffe und Perspektiven öffne.

Die Diskussion um die emotionale Einheit Deutschlands wurde durch den Erfolg der AfD in Ostdeutschland weiter angeheizt. 

Ramelow und Wüst betonen die Bedeutung von Verständnis und Zusammenhalt, um einer weiteren Spaltung entgegenzuwirken. Wüst kritisierte zudem, dass viele Westdeutsche Mallorca besser kennen als Regionen wie Sachsen oder Thüringen.