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Archivvideo enthüllt haltung von königin Elizabeth II. zu Putin

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Fred Duval / Shutterstock.com

Archivaufnahmen einer seltenen diplomatischen Begegnung haben online erneut Aufmerksamkeit erregt und geben Aufschluss darüber, wie Königin Elizabeth II. einst ihre Haltung gegenüber dem russischen Präsidenten erkennen ließ. Der Moment, der während eines hochrangigen Besuchs festgehalten wurde, wird Jahre später neu bewertet.

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Der Austausch wurde als subtil, aber aufschlussreich beschrieben.

Ein seltener Besuch

Das polnische Portal o2.pl berichtet, dass Videoaufnahmen von Wladimir Putins Besuch im Buckingham-Palast im Jahr 2003 erneut aufgetaucht sind, nachdem sie vom belarussischen Medienkanal Nexta verbreitet wurden. Die Reise markierte einen bedeutenden Moment in der diplomatischen Geschichte.

Es handelte sich um den ersten Besuch eines russischen Staatschefs in London seit 1874 und unterstrich die symbolische Bedeutung des Treffens mit Königin Elizabeth II.

Ein holpriger Beginn

Laut o2.pl traf Putin verspätet zu seinem geplanten Treffen mit der Königin ein. Russische Offizielle machten demnach Verkehrsstaus für die Verzögerung verantwortlich.

Obwohl Elizabeth II den Protokollverstoß damals nicht öffentlich ansprach, verwiesen Beobachter später auf ihr Verhalten während des Besuchs als Hinweis auf ihre tatsächlichen Gefühle.

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Ein unerwarteter Moment

Die Königin wurde von dem damaligen Innenminister David Blunkett begleitet, der stark sehbehindert war und von einem Blindenhund unterstützt wurde. Während des Treffens begann der Hund Berichten zufolge, den russischen Präsidenten anzuknurren.

Blunkett entschuldigte sich für den Vorfall, doch die Monarchin reagierte laut von o2.pl zitierten Berichten mit einer sarkastischen Bemerkung, die sich an Putin richtete. Beobachter werteten den Kommentar als bewusst und gezielt.

Eine stille Botschaft

Obwohl die Königin für ihre Zurückhaltung und strikte Einhaltung des Protokolls bekannt war, haben Kommentatoren angedeutet, dass dieser Moment ihre persönliche Haltung gegenüber Putin und seiner Führung widerspiegelte.

Diese Interpretation werde, so o2.pl, durch das Ausbleiben weiterer Einladungen untermauert. Putin wurde während der restlichen Regierungszeit Elizabeths II. nicht erneut empfangen.

Langfristige Signale

Die Distanz zwischen den beiden Persönlichkeiten schien anzuhalten. Putin nahm 2022 nicht an der Beisetzung von Königin Elizabeth II. teil – ein Fernbleiben, das einige Beobachter mit langjährigen Spannungen in Verbindung bringen.

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Obwohl kurz und zurückhaltend, gilt die Begegnung von 2003 inzwischen als frühes Signal für die Sicht der britischen Monarchin auf den russischen Präsidenten.

Quellen: o2.pl, Nexta