Explosive Stimmung an renommierter Kunstschule: Studentenproteste gegen Israel entfachen Spannungen

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Kunststudenten fordern Ende der Beziehungen zu israelischen Schulen.

An einer führenden deutschen Kunstuniversität entzündet sich eine hitzige Debatte. Studenten der Universität der Künste Berlin (UdK) haben zu einer Solidaritätsaktion für Palästina aufgerufen. 

In einer E-Mail an die Lehrkräfte wird für einen Streik plädiert, um gegen die "anhaltende Gewalt gegen das palästinensische Volk" zu protestieren. Die Lehrkräfte werden aufgefordert, ihre Vorlesungen am 29. November abzusagen und sich mit den Demonstranten zu solidarisieren. 

Dies soll die "kollektive Stimme der Studierendenschaft verstärken" und ein klares Signal an die Verwaltung senden, sich mit globalen humanitären Problemen auseinanderzusetzen.

Die Berliner Zeitung berichtet, dass die Streik-Organisatoren Israel Apartheid, ethnische Säuberungen und Kolonialismus vorwerfen. In den sozialen Medien wird unter dem Motto "Strike for Palestine" (Streik für Palästina) zu dem Protest aufgerufen. 

Die Aktionen an der UdK sind Teil einer größeren Welle von Solidaritätsbekundungen für Palästina in Berlin. Erst kürzlich gab es ähnliche Vorfälle in der Staatsbibliothek Unter den Linden und an der Freien Universität Berlin.

Diese Entwicklungen werfen Fragen über den Umgang mit politischen Themen an Bildungseinrichtungen auf. Berlins Wissenschaftsstaatssekretär Henry Marx (SPD) verurteilte die antisemitischen Vorfälle und Protestaktionen an Berliner Universitäten. 

Er lobte das Engagement der Berliner Präsidien gegen Antisemitismus, insbesondere Prof. Palz, Präsident der Universität der Künste, der sich einer gewaltverherrlichenden Protestaktion entgegenstellte. 

Diese Ereignisse zeigen, wie politische Spannungen in Bildungseinrichtungen eskalieren können und die Notwendigkeit einer ausgewogenen Diskussion über globale Konflikte.