Kindergeld-Kontroverse: Lindners Pläne sorgen für Aufregung

Geschrieben von Olivia Rosenberg

17 Wochen vor

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19/01/2024
Foto: Shutterstock
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Werden Familien mit geringem Einkommen benachteiligt?

In der deutschen Ampelkoalition bahnt sich ein neuer Streit um die Familienpolitik an. 

Der Konflikt entzündet sich am Plan von Finanzminister Christian Lindner (FDP), die steuerlichen Grundfreibeträge von Erwachsenen und Kindern rückwirkend zum 1. Januar anzuheben, jedoch nicht das Kindergeld. 

Diese Entscheidung würde vor allem Familien mit hohen Einkommen zugutekommen, während Familien mit geringeren Einkommen benachteiligt würden.

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ), wehren sich SPD und Grüne gegen Lindners Pläne. 

Sie argumentieren, dass eine Anhebung des Kinderfreibetrags auch eine entsprechende Erhöhung des Kindergeldes nach sich ziehen müsse. 

Derzeit zahlt der Staat Eltern ein monatliches Kindergeld von 250 Euro je Kind, das als Abschlagszahlung auf den Kindergrundfreibetrag dient. 

Kritiker bemängeln, dass der Staat den Nachwuchs einkommensstarker Bürger offensichtlich höher bewertet als den von Durchschnittsverdienern.

Die Debatte um die Kindergeldanpassung spiegelt die unterschiedlichen Ansichten innerhalb der Koalition wider und hebt die Herausforderungen hervor, die sich aus der steigenden Inflationsrate und den wachsenden Lebenshaltungskosten ergeben. 

Die Entscheidung, das Kindergeld nicht zu erhöhen, könnte insbesondere für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen, die unter der hohen Inflationsrate leiden, schwerwiegende Folgen haben.