Legal aber nicht erhältlich: Die Cannabis-Situation in Deutschland

Geschrieben von Olivia Rosenberg

5 Wochen vor

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17/04/2024
Foto: Shutterstock
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Cannabisgesetze in der Praxis.

In Deutschland ist die Legalisierung von Cannabis beschlossene Sache, jedoch ist der Umgang mit dem Besitz immer noch mit rechtlichen Unklarheiten behaftet. 

Seit dem 1. April ist es zwar erlaubt, Cannabis zu besitzen, doch der Verkauf bleibt illegal und es gibt noch kein legal verkäufliches Marihuana.

Dies führt dazu, dass Personen, die mit Cannabis kontrolliert werden, theoretisch in Haft genommen werden können.

Laut einem Bericht von t-online erleuchteten am 1. April 2024 die Feuerzeuge vor dem Brandenburger Tor, als Tausende zusammenkamen, um den ersten legalen Joint zu rauchen. 

Doch die Realität ist, dass, obwohl der private Anbau von bis zu drei Cannabis-Pflanzen legalisiert wurde, konsumfähige Produkte aufgrund der Wachstums- und Trocknungsphasen noch nicht verfügbar sind. 

Die Polizei kann Personen, die bei einer Kontrolle Cannabis bei sich tragen, als Zeugen in einem Verfahren gegen die unbekannten Verkäufer führen.

Diese Zeugen sind zu wahrheitsgemäßen Aussagen verpflichtet und können, falls sie falsche Angaben machen, mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden.

Die Rechtslage sieht vor, dass Besitz und Kauf von bis zu 25 Gramm Cannabis straffrei sind, während der Verkauf an Dritte weiterhin verboten ist. 

Dies führt zu einer paradoxen Situation, in der der Konsum legalisiert wurde, der Erwerb jedoch in einer rechtlichen Grauzone bleibt.