Neues 'Herkunftskennzeichen Deutschland': Revolution auf dem Lebensmittelmarkt?

Geschrieben von Olivia Rosenberg

13 Wochen vor

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19/02/2024
Foto: Shutterstock
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Kritische Stimmen zum 'Herkunftskennzeichen Deutschland'.

In den Supermärkten Deutschlands wird es bald ein neues Label auf den Verpackungen von Lebensmitteln geben: das "Herkunftskennzeichen Deutschland". 

Dieses Kennzeichen soll Verbrauchern auf einen Blick zeigen, welche Produkte vollständig in Deutschland erzeugt, verarbeitet und verpackt wurden. 

Laut Informationen von der Tagesschau zielt das neue Label darauf ab, für mehr Transparenz zu sorgen und gleichzeitig die Wertschätzung für Produkte aus heimischer Landwirtschaft zu steigern. 

Es soll ab dem Frühjahr für eine Vielzahl von Produkten wie Fleisch, Obst, Gemüse und Eier eingeführt werden.

Die Initiative für das "Herkunftskennzeichen Deutschland" kommt von der Zentralen Koordination Handel-Landwirtschaft (ZKHL), einer Interessengemeinschaft, die sich für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Lebensmittelbranche und Landwirtschaft einsetzt. 

Große Lebensmittelhändler wie Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl und die Rewe Group haben bereits ihre Unterstützung für das neue Label zugesagt. Das Kennzeichen ist freiwillig und nicht staatlich, was bedeutet, dass es von den Unternehmen selbst getragen wird.

Das "Herkunftskennzeichen Deutschland" soll nicht nur für Klarheit bei den Verbrauchern sorgen, sondern auch dazu beitragen, die Vielfalt der bereits existierenden Labels zu reduzieren. 

Trotz der positiven Ziele gibt es auch Kritik, insbesondere von der Verbraucherzentrale Bayern und dem Deutschen Tierschutzverband, die befürchten, dass das neue Label den bestehenden "Label-Dschungel" weiter vergrößern könnte und keine Auskunft über die Qualität oder die Tierhaltungsbedingungen gibt.