Oli Pocher verliert gegen Boris Becker: Ein Gerichtsurteil mit Folgen

Olivia Rosenberg

32 Wochen vor

|

28/11/2023
Deutschland
Foto: Shutterstock/Wikimedia Commons
Foto: Shutterstock/Wikimedia Commons
Oli Pocher unterliegt Boris Becker am Oberlandesgericht.

In einem jüngsten Gerichtsverfahren am Oberlandesgericht Karlsruhe hat der Comedian Oli Pocher eine Niederlage gegen den ehemaligen Tennisstar Boris Becker erlitten. 

Pocher, der kürzlich auch seine Ehe mit Amira Pocher beendete, muss nun mit einer weiteren Enttäuschung umgehen. Becker hatte sich mit seiner Unterlassungsklage gegen Pocher in zweiter Instanz durchgesetzt. 

Das Gericht entschied, dass Pocher bestimmte Bildsequenzen eines Fernsehbeitrags aus der RTL-Sendung „Pocher – gefährlich ehrlich“ vom Oktober 2020 nicht weiter verbreiten darf.

Laut Bild muss Pocher die strittigen Bildsequenzen, die im Rahmen seiner eigenen Internetpräsenz veröffentlicht wurden, löschen. Diese Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe widerspricht dem Urteil des Offenburger Landgerichts, das Beckers Klage gegen Pocher in erster Instanz zurückgewiesen hatte. 

Die Vorsitzende Richterin Claudia Jarsumbek vom 14. Zivilsenat des Oberlandesgerichts betonte, dass es Grenzen bei der Darstellung von Prominenten gebe und dass ein Prominenter nicht jede Form der Veröffentlichung seines Abbildes hinnehmen müsse.

Diese gerichtliche Entscheidung markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Auseinandersetzung zwischen Pocher und Becker. Sie unterstreicht die Bedeutung des Persönlichkeitsrechts und setzt klare Grenzen für die öffentliche Darstellung von Prominenten. 

Der Fall zeigt auch, wie komplex die rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Bildmaterial in den Medien sein können, insbesondere wenn es um bekannte Persönlichkeiten geht.