Regionale Unterschiede bei Pflegekosten in Deutschland

Olivia Rosenberg

1 Woche vor

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10/07/2024
Deutschland
Foto: Shutterstock
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Eigenanteile steigen weiter.

Die Zuzahlungen für Pflege im Heim sind erneut gestiegen. Eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen zeigt, dass die selbst zu zahlenden Anteile für Bewohner von Pflegeheimen weiter zugenommen haben. 

Diese Entwicklung betrifft alle Regionen Deutschlands, allerdings mit erheblichen regionalen Unterschieden, so ein Bericht der Tagesschau.

Im Durchschnitt zahlen Pflegebedürftige im ersten Jahr ihres Heimaufenthalts monatlich 2.871 Euro, was 211 Euro mehr ist als im Vorjahr. Im zweiten Jahr beträgt die Eigenbeteiligung 2.620 Euro und im dritten Jahr 2.284 Euro. 

Ab dem vierten Jahr sinkt der Eigenanteil auf 1.865 Euro pro Monat. Diese Reduzierung ist auf die steigenden Zuschüsse der Pflegekasse mit zunehmender Pflegedauer zurückzuführen.

Besonders teuer sind Heimplätze in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg mit durchschnittlich 3.200 Euro beziehungsweise 3.180 Euro im ersten Jahr. 

Dagegen liegt die Eigenbeteiligung in Sachsen-Anhalt bei 2.373 Euro. Die steigenden Eigenanteile sind vor allem auf höhere Personalkosten zurückzuführen.

Die Chefin des Ersatzkassenverbands, Ulrike Elsner, kritisiert die mangelnde Übernahme von Investitionskosten durch die Länder, was die Heimbewohner um durchschnittlich 490 Euro pro Monat entlasten könnte. 

Zudem sollten die Ausbildungskosten vom Staat übernommen werden. 

Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz fordert eine Deckelung des Eigenanteils und eine dynamische Anpassung der Versicherungszuschüsse und des Pflegegelds an die Kostenentwicklung.