Revolution bei der Deutschen Bahn: Kommt jetzt die 35-Stunden-Woche?

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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GDL fordert radikale Arbeitszeitverkürzung.

Im Zuge der Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn steht die Forderung nach einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich für Schichtarbeiter im Mittelpunkt.

Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) verlangt zudem eine allgemeine Lohnerhöhung um 555 Euro, um 25 Prozent höhere Zulagen, verbesserte Betriebsrenten und eine einmalige steuerfreie Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro. 

Die Deutsche Bahn bietet hingegen eine Laufzeit des Tarifvertrags über 32 Monate mit einer Lohnerhöhung um insgesamt zehn Prozent und einer Reduzierung der Arbeitszeit um eine Stunde an. 

Diese Diskrepanz in den Forderungen verdeutlicht die Herausforderungen in den Verhandlungen zwischen der GDL und der Deutschen Bahn, so die Tagesschau.

Die Forderungen der GDL würden, wenn umgesetzt, zu einer signifikanten Erhöhung der Personalkosten für die Deutsche Bahn führen. 

Dies könnte das ohnehin verlustreiche Kerngeschäft des Unternehmens weiter belasten. Die Deutsche Bahn sieht sich auf einem umkämpften Arbeitsmarkt und versucht, durch verschiedene Maßnahmen qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. 

Die Tarifverhandlungen sind daher nicht nur ein Ringen um Löhne und Arbeitszeiten, sondern auch um die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Bahn.