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Streik legt Lufthansa in Deutschland weitgehend lahm

Lufthansa
Premkudva, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Arbeitskampf bei Lufthansa sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr.

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Anzeigetafeln mit gestrichenen Flügen, verlassene Schalter und kaum startende Maschinen: An deutschen Flughäfen prägt Stillstand das Bild.

Ein ganztägiger Streik von Piloten und Kabinenpersonal hat den Betrieb der Lufthansa weitgehend lahmgelegt.

Flughäfen im Stillstand

Wie die Tagesschau berichtet, begann der Arbeitskampf in der Nacht. Nahezu alle Abflüge ab Deutschland seien betroffen. Laut dem Flughafenverband ADV könnten mehr als 460 Flüge mit rund 69.000 Passagieren ausfallen.

Nur wenige Starts würden auf den Anzeigetafeln großer Airports noch geführt. Lufthansa rief Reisende dazu auf, vorab online ihren Flugstatus zu prüfen und nicht ungeklärt zum Flughafen zu fahren.

Nach Unternehmensangaben sollen umfangreiche digitale Umbuchungen angeboten werden. Der reguläre Flugbetrieb werde voraussichtlich morgen wieder aufgenommen.

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Rechte und Alternativen

Wie die Tagesschau in einem weiteren Beitrag berichtet, erstreckt sich der Streik neben Frankfurt und München auch auf Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover. Er soll bis 23:59 Uhr dauern.

Airlines wie Eurowings oder Discover würden nicht bestreikt.

Passagiere können kostenfrei auf nicht bestreikte Verbindungen umbuchen. Innerdeutsche Flüge lassen sich durch Bahnfahrkarten ersetzen.

Bei Annullierungen oder großen Verspätungen stehen Entschädigungen zwischen 250 und 600 Euro zu. Zudem müssen Airlines für Verpflegung, Kommunikationsmöglichkeiten und gegebenenfalls Hotelübernachtungen sorgen.

Forderungen der Gewerkschaften

Hintergrund des Ausstands sind unterschiedliche Tarifkonflikte. Wie die Tagesschau berichtet, fordern die rund 4.800 Piloten höhere Arbeitgeberbeiträge zur Betriebs- und Übergangsrente. Eine Urabstimmung im Herbst habe bereits eine deutliche Mehrheit für Streikmaßnahmen ergeben.

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Die Kabinengewerkschaft UFO will demnach Tarifverhandlungen für die Kernmarke Lufthansa und die Regionaltochter Cityline erzwingen. Rund 800 Arbeitsplätze seien gefährdet. Ziel sei ein tariflicher Sozialplan.

Konzern unter Druck

Der Vorstand bezeichnete den Streik des Kabinenpersonals laut der Tagesschau als „völlig unnötige Eskalation“. Personalvorstand Michael Niggemann erklärte demnach, die Gewerkschaftsforderungen würden zu erheblichen Mehrkosten führen, für die es keinen finanziellen Spielraum gebe.

Die größte Airline des Konzerns schrieb 2024 rote Zahlen. Mit dem Sparprogramm „Turnaround“ soll sie wirtschaftlich neu ausgerichtet werden.

Quelle: Tagesschau

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