Unerwartetes Tauwetter: Ein Appell an die Gartenbesitzer dieser Region Deutschlands

Geschrieben von Olivia Rosenberg

27 Wochen vor

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07/12/2023
Deutschland
Foto: Shutterstock
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Wetterumschwung in Deutschland.

Ein bevorstehender Temperaturanstieg in Deutschland wird sich auf einige Wildtiere auswirken, sie jedoch laut Experten nicht in Gefahr bringen. 

Derk Ehlert, Wildtierreferent der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, erklärte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass Arten, die Winterschlaf halten, durch die Plusgrade nicht gestört werden. 

Allerdings werden Arten, die Winterruhe halten, wie Eichhörnchen und Waschbären, bei wärmerem Wetter wieder aktiv.

In Berlin steht ein Temperaturanstieg in den kommenden Tagen bevor, der durch wärmere Luft vom Atlantik verursacht wird. Die Temperaturen könnten bis zum Wochenende auf vier bis sechs Grad steigen. 

Tiere wie Igel und Fledermäuse, die Winterschlaf halten, werden erst bei dauerhaft höheren Temperaturen erwachen. Entscheidend für den Weckruf sind zusätzliche Signale wie der Lichteinfall.

Ehlert betont, dass die Tierwelt grundsätzlich auf Wetterkapriolen eingestellt ist. Zu Störungen oder Verwirrung von Tieren kann es eher kommen, wenn es häufige Wechsel zwischen wärmeren und kalten Phasen gibt. 

Der Frost der vergangenen Tage reichte nicht aus, um Bestände von Larven von Pflanzenschädlingen zu dezimieren. Die Entwicklung bestimmter Insektenpopulationen entscheidet sich oft erst im Frühjahr.

Vögel könnten die wärmere Phase nutzen, um gegebenenfalls woanders hinzuziehen. Für viele Gänse, die in Deutschland überwintern, ist es vorteilhaft, wenn es wärmer wird, da der Schnee von den Flächen verschwindet und sie besser an Nahrung kommen. 

Ehlert appelliert an Gartenbesitzer, durch Pflanzen wie Vogelbeere den Vögeln die Nahrungssuche zu erleichtern.