Vertrauenskrise in Sachsen: Bürger zweifeln an Demokratie und Regierung

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Wikimedia Commons
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Sachsen misstraut der Ampel-Koalition zutiefst.

Der "Sachsen-Monitor 2023", eine Umfrage der sächsischen Landesregierung, zeigt ein tiefes Misstrauen der Sachsen in die Medien und die Bundesregierung. 

Fast 72 Prozent der Befragten bewerten ihre persönliche wirtschaftliche Lage als sehr gut oder eher gut. Die Umfrage, durchgeführt von den Meinungsforschern von Dimap, umfasste 2041 Bürgerinnen und Bürger Sachsens ab 18 Jahren. 

Die Ergebnisse offenbaren eine wachsende Unzufriedenheit mit dem Funktionieren der Demokratie und ein schwindendes Vertrauen in politische Institutionen.

Besonders auffällig ist der Vertrauensverlust in die Bundesregierung, wobei 82 Prozent der Befragten wenig oder gar kein Vertrauen in die Ampel-Koalition haben. 

Auch das Vertrauen in andere Institutionen wie Kirchen, EU-Parlament und Europäische Kommission ist stark gesunken. Die Polizei, Wissenschaftler und Gerichte genießen hingegen relativ hohes Vertrauen. 

Die Umfrage zeigt auch eine zunehmende Ressentiments gegenüber bestimmten gesellschaftlichen Gruppen. 64 Prozent der Befragten empfinden Deutschland als „gefährlich überfremdet“. Diese Informationen wurden von WELT bereitgestellt.