Vier Jahre Haft für geplanten Giftgasanschlag - doch auf freien Fuß kommt der Täter nicht mehr

Geschrieben von Olivia Rosenberg

26 Wochen vor

|

23/11/2023
Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock
Schockierender Giftgasanschlag vereitelt.

In Dortmund, Nordrhein-Westfalen, wurde Jalal J., ein 26-jähriger Mann, der einen Giftgasanschlag in der Silvesternacht geplant hatte, zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. 

Nach seiner Haftzeit wird er jedoch nicht freikommen, da das Gericht zusätzlich eine anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet hat. Jalal J. hatte regelmäßigen Kontakt mit Mitgliedern des Islamischen Staates (IS) und plante einen terroristischen Anschlag mit einer Giftwaffe.

Laut Bild hatte Jalal J. vor, eine möglichst große Zahl von Menschen zu töten, um das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zu beeinträchtigen und ein Zeichen für das radikal islamistische Weltbild zu setzen. 

Er erhielt Anleitungen zur Herstellung der Giftstoffe Rizin und Cyanid über das Internet von seinen islamistischen Chatpartnern. Die Zutaten für seinen Giftanschlag besorgte er sich teilweise in einem Supermarkt. 

Sein Plan war, an Silvester viele arg- und wehrlose Menschen zu töten. Der entscheidende Hinweis, der zu seiner Festnahme führte, kam vom FBI.

Jalal J. ist kein Unbekannter vor Gericht. Bereits 2019 wurde er wegen versuchten Mordes verurteilt, nachdem er einen zehn Kilogramm schweren Ast auf die Autobahn A45 geworfen hatte, was beinahe zu einem tödlichen Unfall führte. 

Die jüngste Verurteilung und die anschließende Sicherungsverwahrung zeigen die Schwere seiner Verbrechen und die Bedrohung, die er für die Gesellschaft darstellt.