Zukunft ungewiss: Was passiert mit den 15.000 Mitarbeitern?

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Ein Warenhausriese am Rande des Abgrunds.

Die deutsche Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) hat erneut einen Insolvenzantrag gestellt, wie Tagesschau berichtet. Dies ist bereits der dritte Insolvenzantrag innerhalb von drei Jahren. 

Der Antrag wurde im Zuge finanzieller Schwierigkeiten des österreichischen Mutterkonzerns Signa beim Amtsgericht Essen eingereicht. Ziel des Verfahrens ist es, einen neuen Eigentümer für die Warenhauskette zu finden.

Die finanziellen Probleme von Signa haben die Warenhauskette stark belastet. Galeria-Chef Olivier van den Bossche sieht in dem Insolvenzantrag einen "Befreiungsschlag". 

Die Insolvenzen der Signa-Gruppe haben das laufende Geschäft von Galeria massiv beeinträchtigt und die Entwicklungsmöglichkeiten durch hohe Mieten und teure Dienstleistungen stark eingeschränkt. 

Gespräche mit potenziellen Investoren zur Fortführung von Galeria sind bereits im Gange.

Für GKK ist es die dritte Insolvenz in weniger als vier Jahren. Nach der letzten Insolvenz musste der Konzern etwa 40 Filialen schließen, die letzten 18 davon machen im Laufe dieses Monats dicht. 

Aktuell betreibt Galeria 92 Warenhäuser und beschäftigt mehr als 15.000 Menschen. Die Zukunft der Beschäftigten bleibt angesichts der neuen Insolvenzanmeldung ungewiss. 

In den vergangenen Insolvenzverfahren hatten die Gläubiger von Galeria auf Milliardenforderungen verzichtet, um einen Weg aus der Krise zu finden. Auch der deutsche Staat hatte mit insgesamt 680 Millionen Euro unterstützt.