Die Kontrolle über die Versorgungswege hat sich zu einem der wichtigsten Elemente des Krieges zwischen Russland und der Ukraine entwickelt.
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Beide Seiten haben wiederholt die Logistikinfrastruktur ins Visier genommen, um die Bewegung von Truppen, Treibstoff und Waffen zu unterbrechen.
Nun könnte ein neuer gemeldeter Angriff im Schwarzen Meer zusätzliche Probleme für die russischen militärischen Versorgungslinien verursachen.
Schiffe Berichten zufolge außer Gefecht gesetzt
Laut dem ukrainischen Verteidigungsnachrichtendienst (HUR), der von L’Independent zitiert wird, führten ukrainische Spezialeinheiten eine Operation durch, bei der zwei russische Logistikschiffe außer Gefecht gesetzt wurden.
Die Schiffe, die als Slawjanin und Awangard identifiziert wurden, wurden Berichten zufolge zum Transport von Waffen, Munition und militärischer Ausrüstung verwendet.
Die Information wurde vom ukrainischen Geheimdienst gemeldet und von Euromaidan zitiert.
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Beamte sagten, die Operation sei Teil der ukrainischen Strategie, die russischen militärischen Versorgungsrouten zu schwächen und gleichzeitig den Druck auf die russischen Stellungen im Schwarzen Meer und auf der Krim aufrechtzuerhalten.
Kritische Versorgungsroute
Beide Schiffe spielten eine Rolle bei Transportoperationen über die Straße von Kertsch, die das Asowsche Meer mit dem Schwarzen Meer verbindet.
Die Schiffe wurden in einem Fährsystem eingesetzt, das das russische Festland mit der besetzten Halbinsel Krim verbindet.
Diese Route ist besonders wichtig geworden, da Russland versucht, die logistische Unterstützung für seine Truppen in der Südukraine aufrechtzuerhalten.
Wichtige Fähre angegriffen
Unter den beiden Schiffen gilt die Slawjanin als besonders wichtig.
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Das Schiff ist eine der wenigen Eisenbahnfähren, die in der Lage sind, Eisenbahnwaggons über die Straße von Kertsch zu transportieren.
Dies ermöglichte es Russland, Treibstoff, Munition und schwere militärische Ausrüstung per Bahn zwischen dem russischen Hafen Kawkas und der Krim zu transportieren.
Vor dem letzten Angriff war sie Berichten zufolge die letzte betriebsbereite Eisenbahnfähre auf der russischen Seite der Route.
Druck auf die russische Logistik
Die Slawjanin war bereits bei Angriffen im Juli 2024 ins Visier genommen worden.
Ihre gemeldete Außerbetriebnahme könnte nun einen erheblichen logistischen Engpass für die russischen Versorgungsoperationen verursachen.
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Wenn die Fähre nicht mehr einsatzfähig ist, könnte Russland gezwungen sein, sich stärker auf die Krim-Brücke zu verlassen, die ebenfalls bei früheren Angriffen ins Visier genommen wurde.
Quellen: Ukrainischer Verteidigungsnachrichtendienst (HUR), Euromaidan, The Independent