Zuwanderung treibt Bevölkerungszahlen in die Höhe

Olivia Rosenberg

4 Wochen vor

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20/06/2024
Deutschland
Foto: Shutterstock
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Bevölkerungswachstum in Deutschland.

Eine aktuelle Prognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt, dass die deutsche Bevölkerung bis 2045 auf etwa 85,5 Millionen Menschen anwachsen wird. 

Dieser Zuwachs von rund 800.000 Einwohnern ist vor allem auf Zuwanderung zurückzuführen. Diese Informationen der Tagesschau präsentieren die Ergebnisse der zehnten Bevölkerungsprognose des BBSR. 

Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: Während wirtschaftsstarke Großstädte wie Berlin, München und Leipzig Zuwächse verzeichnen werden, werden einige ländliche Regionen, insbesondere im Osten Deutschlands, Bevölkerungsverluste hinnehmen müssen.

Der Zuwachs konzentriert sich vor allem auf Städte und wirtschaftsstarke Regionen. In ländlichen Gegenden, vor allem im Erzgebirgskreis in Sachsen und den Landkreisen Greiz und Mansfeld-Südharz, wird die Bevölkerung um bis zu 20 Prozent schrumpfen.

Im Gegensatz dazu wird erwartet, dass die Bevölkerung in Berlin und Leipzig um mehr als 12 Prozent anwachsen wird. Besonders der Landkreis Ebersberg in Bayern könnte ein Plus von über 15 Prozent verzeichnen.

Mit dem Bevölkerungswachstum geht auch ein Anstieg des Altersdurchschnitts einher. Bis 2045 wird die Zahl der Menschen im Rentenalter um etwa 2,2 Millionen zunehmen. 

Während einige ländliche Regionen im Osten Deutschlands einen höheren Altersdurchschnitt aufweisen werden, bleiben Universitätsstädte wie München, Frankfurt am Main und Heidelberg mit einem Durchschnittsalter unter 41 Jahren vergleichsweise jung.

Die wachsende Bevölkerung stellt Deutschland vor neue Herausforderungen. Bundesbauministerin Klara Geywitz betont die Notwendigkeit, Fachkräftesicherung, Integration und altersgerechtes Wohnen zu fördern. 

Auch die Digitalisierung und Anpassung sozialer Infrastrukturen sind entscheidende Themen, die angegangen werden müssen, um den demografischen Wandel zu bewältigen. 

Die Zuwanderung wird als zentraler Faktor für das Bevölkerungswachstum angesehen, ohne die die Bevölkerung aufgrund höherer Sterberaten sinken würde.