Tiefkühlfrüchte sicher genießen – so geht’s.
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Tiefkühlfrüchte: So praktisch – und doch nicht ganz ungefährlich

Sie sind echte Alltagshelfer: Gefrorene Beeren landen blitzschnell im Smoothie, auf dem Joghurt oder im Müsli – ganz ohne Schnippeln oder Kleckern. Doch so bequem sie auch sind, Expert*innen warnen inzwischen: In den Beeren können sich Keime verstecken, die ernsthafte Folgen haben können.
Das berichtet Freundin.
Was sich wirklich in gefrorenen Beeren verbergen kann

Was wie eine gesunde Abkürzung wirkt, birgt gesundheitliche Risiken. Vor allem gefrorene Erdbeeren stehen im Verdacht, gefährliche Viren wie Noroviren oder Hepatitis A zu übertragen. Diese Erreger überleben den Gefrierprozess und bleiben lange aktiv.
Der Norovirus-Ausbruch von 2012 – eine Warnung

Ein bekanntes Beispiel: 2012 infizierten sich zahlreiche Menschen in Deutschland mit Noroviren – über TK-Erdbeeren in Großküchen. Die Folge: massives Erbrechen und Durchfall. Auch Hepatitis-A-Fälle wurden durch gefrorenes Obst ausgelöst, mit Symptomen wie Übelkeit, Bauchschmerzen und Gelbsucht.
Wie gelangen die Keime auf die Früchte?

Verunreinigtes Wasser beim Anbau, schlechte Hygiene bei Ernte oder Verpackung – all das kann zur Keimbelastung führen. Das Einfrieren konserviert die Viren, statt sie zu vernichten. Besonders tiefgekühlte Erdbeeren gelten daher als problematisch.
Erhitzen hilft – aber auf Kosten der Vitamine

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Empfohlen wird, TK-Obst vor dem Verzehr für mindestens zwei Minuten auf 90 Grad Celsius zu erhitzen. Das tötet mögliche Erreger ab – zerstört aber auch einen Teil der hitzeempfindlichen Vitamine. Ein klassischer Fall von Sicherheit vor Nährwert.
Besser: Frisches Obst selbst einfrieren

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann frisches Obst gründlich waschen und selbst einfrieren. So wissen Sie genau, woher es kommt und wie es behandelt wurde – eine einfache Lösung für mehr Kontrolle beim Essen.
Pestizide: Auch bei TK-Früchten ein Thema

Tiefkühlfrüchte enthalten oft – genau wie frisches Obst – Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Diese liegen zwar meist unter den gesetzlichen Grenzwerten, doch gründliches Waschen vor dem Verzehr schadet nie.
Gute Nachrichten: TK-Gemüse ist meist unproblematisch

Anders sieht es bei tiefgefrorenem Gemüse aus: Es wird vor dem Einfrieren häufig blanchiert, wodurch Keime abgetötet werden. Außerdem gehen beim kurzen Garen kaum Nährstoffe verloren – ein klarer Vorteil gegenüber TK-Obst.
Fazit: Nicht panisch werden, aber aufmerksam bleiben

Tiefkühlobst ist nicht grundsätzlich schlecht – doch wer es ungekocht verzehrt, sollte sich der Risiken bewusst sein. Mit etwas Vorsicht lässt sich das praktische Produkt trotzdem sicher nutzen.
Frisch oder gefroren? So treffen Sie die richtige Wahl

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Wer sich für TK-Obst entscheidet, sollte auf richtige Handhabung achten. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, greift zu frischen Früchten oder friert sie selbst ein. So lässt sich Genuss mit Gesundheit gut verbinden.