Ein plötzlicher Kälteeinbruch hat in mehreren europäischen Ländern spürbare Folgen hinterlassen. Schnee und Eis beeinträchtigten Mobilität, Unterricht und den öffentlichen Betrieb. Die Wetterlage traf Regionen unterschiedlich stark, zeigte aber überall ähnliche Auswirkungen.
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Besonders früh bekam der Norden Europas die Folgen zu spüren. In den Niederlanden warnte der staatliche Wetterdienst vor Glatteis und weiteren kräftigen Schneefällen. Laut niederländischen Medien blieben in Städten wie Utrecht mehrere Grundschulen geschlossen, wie ZDFheute berichtet.
Auch der Bahnverkehr wurde ausgedünnt. Die niederländische Bahngesellschaft NS teilte mit, dass in Teilen des Landes weniger Züge eingesetzt würden, um auf die schwierigen Streckenverhältnisse zu reagieren.
Probleme im Flugverkehr
Der Wintereinbruch traf auch zentrale Knotenpunkte des europäischen Luftverkehrs. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol, einem der wichtigsten Drehkreuze des Kontinents, wurde nach Angaben von ZDFheute am Montag mehr als die Hälfte der geplanten Flüge gestrichen. Schnee und Eis machten einen sicheren Betrieb zeitweise unmöglich.
In Großbritannien kam es ebenfalls zu Flugausfällen, vor allem an Flughäfen in Schottland, Nordirland und Nordengland. Für ganz England galt eine Kaltwetterwarnung, die bis zum Ende der Woche aufrechterhalten wurde.
Staus und Stillstand
Auf den Straßen zeigte sich die Wetterlage besonders deutlich. In der Region um Paris summierten sich die Staus zeitweise auf fast 1.000 Kilometer. Nach Angaben von ZDFheute entspricht das etwa dem Vierfachen der sonst üblichen Staulänge zu dieser Tageszeit. Erst am Abend ließ der Verkehr langsam nach.
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Ein wesentlicher Faktor ist das milde Klima der Region, in der viele Fahrzeuge ohne Winterreifen unterwegs sind. Die Polizeipräfektur setzte deshalb ein Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde fest.
Zudem wurde der Busverkehr zeitweise eingestellt, wie die Verkehrsbetriebe RATP mitteilten. Auch regionale Bahnverbindungen waren gestört.
Schulen und Züge betroffen
Neben dem Verkehr kam es auch zu Einschränkungen im öffentlichen Leben. In Großbritannien blieben laut Behördenangaben allein in Nordirland 212 Schulen geschlossen, wie ZDFheute berichtet.
Der internationale Zugverkehr war ebenfalls betroffen. Das Unternehmen Eurostar riet Reisenden zwischen London und den Niederlanden, ihre Fahrten zu verschieben. Züge konnten wetterbedingt nur bis Brüssel verkehren, da die Bedingungen in den Niederlanden als zu unsicher galten.
Europaweite Dimension
Meteorologen rechnen damit, dass Schnee und Glätte in mehreren Regionen noch Tage anhalten könnten.
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Behörden riefen zur Vorsicht auf und warnten vor weiteren Einschränkungen im Verkehr. Der Wintereinbruch macht deutlich, wie anfällig selbst gut ausgebaute Infrastrukturen bei ungewöhnlichen Wetterlagen bleiben.
Quelle: ZDFheute