Es kann zu erheblichen Veränderungen im Volumen bestimmter Bereiche des Gehirns führen.
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Manche genießen es, manche hassen es, manche verlassen es so schnell sie können, und manche würden es sogar im Schlaf tun, wenn sie könnten.
Arbeit ist ein Teil des Lebens – doch was macht sie eigentlich mit uns?
Ein altes Sprichwort lautet sinngemäß: „Wer seine Arbeit liebt, arbeitet keinen Tag in seinem Leben.“
Ob das stimmt, überlassen wir Ihnen. Doch selbst wenn man seine Arbeit liebt, kann sie einen dennoch verändern.
Work-Life-Balance
Eine Studie aus dem Jahr 2025 wollte die Auswirkungen von Überarbeitung auf die Gehirnstruktur untersuchen, um besser zu verstehen, wie sie sich auf die kognitive und emotionale Gesundheit von Arbeitnehmern auswirkt.
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Und die Ergebnisse waren beunruhigend.
Die Forscher rekrutierten 110 Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen und teilten sie in überarbeitete Personen (mindestens 52 Stunden pro Woche) und nicht überarbeitete Personen ein.
Anschließend wurde das Gehirnvolumen der Teilnehmer untersucht, wobei die Modelle unter anderem an Alter, gesamtes intrakranielles Volumen und weitere Faktoren angepasst wurden.
Was die Ergebnisse zeigten
Die überarbeiteten Personen wiesen signifikante Veränderungen in Hirnregionen auf, die mit exekutiven Funktionen und emotionaler Regulation in Verbindung stehen.
Die Forscher stellten zudem eine um 19 Prozent erhöhte Volumenzunahme des linken kaudalen mittleren Frontallappens im Vergleich zur nicht überarbeiteten Gruppe fest.
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Wenn dieser Teil des Gehirns wächst, könnte dies zu verschiedenen kognitiven und verhaltensbezogenen Veränderungen führen, insbesondere in Bezug auf exekutive Funktionen, Arbeitsgedächtnis und möglicherweise auch Sprachfähigkeiten.
Laut den Forschern zeigen die Ergebnisse, dass ein Zusammenhang zwischen strukturellen Veränderungen im Gehirn und Überarbeitung besteht – insbesondere in den Regionen, die mit Emotionen und Kognition verknüpft sind.
Veränderungen notwendig?
Die Studie ist die erste ihrer Art, was bedeutet, dass es bislang keine vergleichbaren Daten zu diesem Thema gibt.
Die Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer diese neurologischen Veränderungen berücksichtigen müssen.
In ihrem Fazit betonen die Forscher die Notwendigkeit, Maßnahmen zu entwickeln, die die psychische und körperliche Gesundheit von Beschäftigten angesichts steigender Arbeitsanforderungen schützen.
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Kann das rückgängig gemacht werden?
Die Forscher betonen, dass weitere Forschung notwendig ist und noch viele Fragen beantwortet werden müssen.
Zum Beispiel: Ist es möglich, diese neurologischen Veränderungen rückgängig zu machen?
Die Studie „Overwork and changes in brain structure: a pilot study“ wurde in der Fachzeitschrift Occupational and Environmental Medicine veröffentlicht.