Neue Studie zeigt: Konsum von Getränken mit Süßungsmitteln könnte das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen

Geschrieben von Rikki Jürgensen

11 Wochen vor

|

05/03/2024
Foto: Shutterstock.com
Foto: Shutterstock.com
Eine neue umfangreiche Studie stellt einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von gesüßten Getränken und einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern (AF) her.

In einer bahnbrechenden Untersuchung, die Licht auf die diätetischen Faktoren wirft, die zu Vorhofflimmern beitragen, haben Forscher eine bemerkenswerte Korrelation zwischen dem Konsum von gesüßten Getränken und dem Auftreten dieser häufigen Herzrhythmusstörung entdeckt.

Die von Ying Sun, Bowei Yu, Yuefeng Yu und einem Team renommierter Wissenschaftler geleitete Forschung untersucht die Auswirkungen von zuckerhaltigen Getränken (SSB), künstlich gesüßten Getränken (ASB) und reinem Fruchtsaft (PJ) auf das Risiko, AF zu entwickeln.

Veröffentlicht im Journal der American Heart Association, analysiert die Studie sorgfältig Daten von über 200.000 Teilnehmern über fast ein Jahrzehnt.

Wichtige Ergebnisse: Gesüßte Getränke und AF-Risiko

Die Untersuchung zeigt, dass Personen, die mehr als zwei Liter pro Woche SSB oder ASB konsumieren, ein erhöhtes Risiko für AF haben. Speziell wurden die Hazard Ratios (HR) mit 1,10 für SSB-Konsumenten und einem noch alarmierenderen 1,20 für ASB-Konsumenten berechnet, was auf ein signifikantes Anstiegsrisiko für AF im Vergleich zu Nichtkonsumenten hindeutet.

Im Gegensatz dazu wurde ein mäßiger Konsum von reinem Fruchtsaft, definiert als weniger als ein Liter pro Woche, mit einem bescheidenen verringerten Risiko für AF (HR, 0,92) in Verbindung gebracht.

Genetische Anfälligkeit und Getränkekonsum

Ein besonders interessanter Aspekt der Studie ist die Untersuchung der genetischen Anfälligkeit für AF in Verbindung mit dem Getränkekonsum. Das höchste Risiko für AF wurde bei Teilnehmern mit einer hohen genetischen Prädisposition beobachtet, die mehr als zwei Liter pro Woche ASB konsumierten (HR, 3,51), während das niedrigste Risiko bei Personen mit einem geringen genetischen Risiko festgestellt wurde, die weniger als einen Liter pro Woche PJ konsumierten (HR, 0,77).

Wichtig ist, dass die Studie keine signifikanten Wechselwirkungen zwischen dem Konsum von SSB, ASB oder PJ und der genetischen Prädisposition für AF feststellte.

Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit

Diese Studie ergänzt den wachsenden Datenbestand, der Ernährungsgewohnheiten mit der Herzgesundheit verknüpft, und bietet wertvolle Einblicke für öffentliche Gesundheitsstrategien, die darauf abzielen, die Inzidenz von AF zu reduzieren.

Obwohl sie keine kausale Beziehung zwischen dem Konsum von gesüßten Getränken und AF herstellt, unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung der Mäßigung beim Konsum von sowohl zuckerhaltigen als auch künstlich gesüßten Getränken.

Darüber hinaus hebt die Forschung die potenziellen Vorteile der Integration von reinem Fruchtsaft in die Ernährung hervor, wenn auch in mäßigen Mengen.

Für Einzelpersonen und Gesundheitsdienstleister gleichermaßen bieten diese Ergebnisse eine wichtige Erinnerung an das komplexe Zusammenspiel zwischen Ernährung, Genetik und Herzgesundheit. Da die globale Belastung durch AF weiter zunimmt, wird das Verständnis der Risikofaktoren und das Treffen informierter Ernährungsentscheidungen entscheidend sein, um diesen Trend zu mildern.

Die umfassende Analyse und robuste Teilnehmerbasis der Studie machen sie zu einem bedeutenden Beitrag im Bereich der kardiovaskulären Forschung. Indem sie Licht auf die nuancierte Beziehung zwischen dem Konsum von Getränken und dem AF-Risiko wirft, ebnet sie den Weg für weitere Untersuchungen und verstärkt die Botschaft, dass Ernährungsentscheidungeneine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Herzgesundheit spielen.