Der Body-Mass-Index (BMI) gilt seit Jahrzehnten als Standardmaß zur Bewertung des Körpergewichts.
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Doch Forscher aus Großbritannien weisen darauf hin, dass diese Kennzahl wichtige Gesundheitsrisiken übersehen kann – insbesondere bei älteren Menschen.
Fettverteilung wichtiger als Körpergewicht
Neue Auswertungen zeigen, dass nicht das Gesamtgewicht entscheidend ist, sondern die Verteilung des Körperfetts.
Das Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße liefert laut den Forschern deutlich präzisere Hinweise auf mögliche Gesundheitsgefahren als der BMI.
Vor allem Fett im Bauchraum steht im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle.
Eine einfache Faustregel
Die empfohlene Methode ist leicht umzusetzen: Der Taillenumfang sollte weniger als die Hälfte der eigenen Körpergröße betragen.
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Dazu wird der Umfang der Taille gemessen und durch die Körpergröße geteilt. Im Gegensatz dazu basiert der BMI auf einer rechnerischen Formel, die weder Muskelmasse noch Fettanteil berücksichtigt.
Verzerrte Ergebnisse bei Sportlern und Älteren
Ein bekanntes Problem zeigt sich bei Leistungssportlern. Sie erreichen aufgrund hoher Muskelmasse oft einen BMI-Wert, der sie als fettleibig einstuft, obwohl ihr Körperfettanteil niedrig ist.
Bei älteren Menschen tritt das gegenteilige Phänomen auf: Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelmasse ab, während sich Fett – besonders im Bauchbereich – ansammelt. Der BMI kann dieses Risiko verschleiern.
Daten aus England liefern neue Hinweise
Die Forscher stützten ihre Analyse auf Daten des Health Survey for England aus den Jahren 2005 bis 2021.
Dabei zeigte sich auch, dass äußere Lebensbedingungen einen erheblichen Einfluss auf die Zunahme von Fettleibigkeit haben.
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Die Studie warnt davor, sich bei älteren Erwachsenen ausschließlich auf den BMI zu verlassen, da dadurch behandlungsbedürftige Risiken unentdeckt bleiben könnten.
Quelle: Bild