Von der Regel zur Ausnahme: Eisheilige 2024 brechen mit der Tradition

Geschrieben von Olivia Rosenberg

1 Woche vor

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14/05/2024
Foto: Shutterstock
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Eisheilige ohne Frost erwartet.

Die Eisheiligen, eine altbekannte meteorologische Phase im Mai, die traditionell als die letzte Kälteperiode vor dem Sommer gilt, zeigen für das Jahr 2024 eine überraschende Wendung. 

Laut den Vorhersagen von Experten, unter anderem Jörg Riemann von der Wettermanufaktur, die auf myHOMEBOOK zitiert wurden, ist für 2024 nicht mit den typischen späten Frösten zu rechnen, die in den Vorjahren Gartenarbeitern oft Sorgen bereiteten.

Diese Periode, benannt nach den Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und der Kalten Sofia, fällt in Deutschland je nach Region auf die Tage zwischen dem 11. und 15. Mai. 

Während dieser Tage herrschte traditionell die letzte Gefahr von Nachtfrost, die junge Pflanzen im Freien schädigen könnte. Für 2024 jedoch deuten die meteorologischen Daten darauf hin, dass solche Bedingungen unwahrscheinlich sind. 

Die Vorhersagen sagen mildes Wetter voraus, was bedeutet, dass Gärtner ihre frostempfindlichen Pflanzen früher als sonst üblich nach draußen bringen können.

Der milde April könnte bereits die Rolle der Eisheiligen übernommen haben, was ungewöhnlich früh im Jahr zu einer Kälteperiode führte. Dieses Phänomen, so Riemann, könnte als "verfrühte Eisheiligen" betrachtet werden. 

Infolgedessen ist der Boden bereits so weit erwärmt, dass selbst ein geringer Temperaturrückgang keine negativen Auswirkungen auf die Vegetation haben sollte. 

Der Deutsche Wetterdienst und weitere meteorologische Quellen bestätigen, dass die traditionellen Eisheiligen in diesem Jahr voraussichtlich "ausfallen" werden.