Warum der Blauglockenbaum in der Schweiz verboten ist

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Wikimedia Commons
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Das Dilemma des Blauglockenbaums.

Der Blauglockenbaum, auch bekannt als Paulownia tomentosa, stammt ursprünglich aus Asien und wurde vor etwa 170 Jahren nach Europa gebracht.

In Deutschland wird er aufgrund seiner Fähigkeit, schnell zu wachsen und dadurch viel CO₂ aus der Luft zu binden, als "Klimabaum" gefeiert. 

Doch in der Schweiz sieht man den Baum kritisch: Ab dem 1. September 2024 ist der Blauglockenbaum dort verboten, wie myHOMEBOOK berichtet. 

Der Schweizer Bundesrat hat entschieden, dass invasive gebietsfremde Pflanzen, zu denen auch der Blauglockenbaum zählt, nicht mehr verkauft und eingeführt werden dürfen.

Die positiven Eigenschaften des Blauglockenbaums sind vielfältig. Sein Holz ist stabil, leicht und leicht zu bearbeiten, was es zu einem guten Ersatz für viele Tropenhölzer macht. 

Es kann für Möbel, Musikinstrumente, Boote, Surfbretter oder Tiny Houses verwendet werden. Zudem ist das Holz aufgrund seiner porenartigen Struktur besonders gut isolierend. 

Die wichtigste Eigenschaft des Baumes ist jedoch sein schnelles Wachstum, das zur Bindung von CO2 beiträgt.

Trotz der positiven Eigenschaften des Blauglockenbaums und seiner Wertschätzung in Deutschland als Klimabaum, steht der Baum in der Schweiz auf der schwarzen Liste.

Die unterschiedliche Bewertung in den beiden Ländern zeigt, wie komplex die Diskussion um invasive Arten und Umweltschutz sein kann. 

Während der Baum in Deutschland für seine klimafreundlichen Eigenschaften gelobt wird, fürchtet man in der Schweiz seine Ausbreitung und die potenziellen negativen Auswirkungen auf die heimische Flora.