Ukrainische Drohnen greifen weiterhin Ziele weit hinter der Frontlinie an und tragen den Krieg tief in russisches Staatsgebiet.
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Diesmal handelte es sich nicht um ein Treibstofflager oder ein Depot, sondern um zwei Militärhubschrauber auf russischem Boden.
Laut Defense Express zerstörten ukrainische Streitkräfte auf einem Flugplatz in der Region Orjol einen russischen Transporthubschrauber vom Typ Mi-8 sowie einen Kampfhubschrauber Ka-52 „Alligator“.
Getroffen, bevor er überhaupt starten konnte
Die Hubschrauber sollen auf einem kleinen Flugplatz nahe dem Dorf Pugatschowka stationiert gewesen sein.
Offiziell gehört das Gelände zu einem örtlichen Fliegerclub. Ukrainischen Quellen zufolge wurde es jedoch vom russischen Militär als vorgeschobene Basis für Hubschraubereinsätze genutzt.
Die Maschinen sollen dabei geholfen haben, ukrainische Drohnen abzufangen, die Ziele tief im russischen Hinterland angriffen.
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Diesmal wurden jedoch die Hubschrauber selbst zum Ziel.
Vor allem der Ka-52 stellt für Moskau einen erheblichen Verlust dar. Der Stückpreis wird auf rund 14,8 Millionen Euro geschätzt. Er gilt als einer der modernsten russischen Kampfhubschrauber.
Schwer bewaffnetes Gefechtsmittel
Der Ka-52 trägt den Spitznamen „Alligator“ und verfügt über ein markantes koaxiales Rotorsystem mit gegenläufigen Rotorblättern. Er ist für hochintensive Gefechtseinsätze konzipiert.
Ausgerüstet ist er mit einer 30-mm-Maschinenkanone vom Typ 2A42 und kann eine Vielzahl von Waffen tragen, darunter Igla-Luftabwehrraketen sowie lasergelenkte Panzerabwehrraketen vom Typ Wichr.
Neuere Varianten sind zudem mit weiterreichenden Systemen wie der 9M123 Chrysantema und der Lenkwaffe Projekt 305 kompatibel, die Berichten zufolge Ziele in einer Entfernung von bis zu 20 Kilometern treffen können.
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Neben seinem hohen Preis spielt der Hubschrauber nach Einschätzung von Analysten eine zentrale operative Rolle.
Er wird eingesetzt, um gepanzerte Fahrzeuge zu bekämpfen, Bodentruppen zu unterstützen, Aufklärung durchzuführen und sowohl Boden- als auch Luftziele anzugreifen.
Quellen: Defense Express; ukrainische Medienberichte; AP, Wp.