Der Schaden durch den Angriff war zunächst unklar – wenige Minuten später jedoch …
Moderne Kriegsführung gleicht oft einem Hightech-Versteckspiel, bei dem der kleinste Fehler zur totalen Zerstörung führen kann.
Hoch über den Schlachtfeldern wachen unsichtbare Augen und warten auf den perfekten Moment, um ein verstecktes Ziel in einen lodernden Feuerball zu verwandeln.
Doch ein jüngster Zusammenstoß in der Ostukraine zeigte, wie schnell ein verborgener Gigant verschwinden kann.
In Flammen aufgegangen
Militärschläge offenbaren ihre wahren Folgen nicht immer sofort. Am 19. Mai entdeckte eine ukrainische Drohneneinheit ein wertvolles, in der Landschaft verborgenes Ziel.
Die 15. Artillerieaufklärungsbrigade „Schwarzwald“ veröffentlichte ein Video, das zeigt, wie die Einheit ein russisches Buk-M2-Flugabwehrsystem aufspürte und mit einer Drohne angriff.
Zunächst schien der Angriff nur ein Teilerfolg zu sein: Die Maschine war zwar beschädigt, aber größtenteils intakt.
Doch die Drohne beobachtete das Geschehen weiter von oben. Innerhalb weniger Minuten verwandelte sich der Rauch in Feuer, und das mehrere Millionen Dollar teure System wurde zu einem riesigen Feuerball.
Nach Angaben der Brigade brannte der leistungsstarke Werfer letztendlich „unter der Sonne des Donbas aus“.
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Ein kostspieliger Verlust
Der Verlust dieser speziellen Ausrüstung ist ein schwerer Schlag für den Kreml. Westliche Militärexperten kennen das Buk-M2 als SA-17 Grizzly, einen wichtigen Bestandteil von Russlands Flugabwehrsystem mittlerer Reichweite.
Dieser mobile Werfer kann Flugzeuge, Marschflugkörper und Drohnen zerstören. Er kann Ziele in bis zu 45 Kilometern Entfernung treffen und Höhen von bis zu 25 Kilometern erreichen.
Durch die Ausschaltung dieser Waffensysteme öffnen die ukrainischen Streitkräfte den Himmel. Dies ermöglicht es ihren eigenen Drohnen und Präzisionsraketen, tiefer in besetztes Gebiet vorzudringen, ohne abgeschossen zu werden.
Den Schild sprengen
Dieses feurige Ende ist Teil einer deutlich größeren Kampagne. Kiew hat seine Bemühungen intensiviert, die russischen Streitkräfte entlang der gesamten Frontlinie zu blenden.
Laut United24Media haben die Streitkräfte für unbemannte Systeme kürzlich mehrere hochwertige Ziele in der Region Donezk angegriffen. Diese erfolgreichen Operationen zerstörten fortschrittliche Radarsysteme, darunter den Höhenfinder PRV-16 und das Frühwarnsystem P-18.
Nachdem diese wichtigen Radarsysteme ausgeschaltet worden waren, blieben russische Munitionslager und Treibstoffdepots völlig ungeschützt. Die laufende Kampagne zeigt, wie die Drohnenkriegsführung das Schlachtfeld weiterhin verändert.
Quellen: 15. Artillerieaufklärungsbrigade der Ukraine, United24Media
