Bei einer tödlichen Schießerei in einer Moschee in San Diego sind drei Menschen ums Leben gekommen, während Ermittler ein extremistisches Tatmotiv prüfen und Gemeindeleiter vor wachsendem Hass gegen Muslime warnen.
Zwei Täter waren am Montag für den Tod von drei Menschen im Islamic Center of San Diego verantwortlich. Die beiden verdächtigen Jugendlichen wurden später mit selbst zugefügten Schussverletzungen tot aufgefunden, berichtet CNN.
Ein Sicherheitsmitarbeiter namens Amin Abdullah reagierte schnell auf die bewaffneten Männer, und nach Angaben der Polizei trug sein Eingreifen dazu bei, den Angriff einzudämmen, bevor er selbst ums Leben kam.
Die beiden anderen Opfer versuchten, die Täter aus der Moschee zu entfernen. Nach Angaben der Behörden verhinderten ihre Handlungen zudem weitere Todesfälle.
Radikalisierung im Internet
Die Polizei führte Durchsuchungen durch, bei denen mehrere Waffen, Munition und Ausrüstungsgegenstände gefunden wurden. Ermittler entdeckten außerdem ein Manifest sowie weiteres rassistisches und islamfeindliches Material.
Die Behörden untersuchen derzeit weiterhin, wie die beiden Jugendlichen radikalisiert wurden. Es wird jedoch vermutet, dass sie sich online kennengelernt haben.
Am Dienstag fand in der Nähe eine Gedenkveranstaltung statt, um der Getöteten zu gedenken und die Angehörigen zu unterstützen, berichtet CNN.
Weit entfernt vom ersten Angriff
Laut ABC News gab es bereits zuvor Angriffe und Drohungen gegen Moscheen im Raum San Diego, insbesondere im Zusammenhang mit Hassverbrechen gegen Muslime.
Der bekannteste Fall ereignete sich im Jahr 2019, als versucht wurde, die Dar-ul-Arqam-Moschee in Escondido nördlich von San Diego in Brand zu setzen.
Der Brandanschlag wurde später mit John T. Earnest in Verbindung gebracht, der nur wenige Wochen danach den tödlichen Angriff auf die Synagoge in Poway verübte.
Der Brand in der Moschee wurde sowohl als Brandstiftung als auch als Hassverbrechen untersucht. Niemand wurde schwer verletzt, doch der Vorfall löste große Angst unter muslimischen Gemeinschaften in der Region aus.
Quellen: CNN, ABC News