Startseite Nachrichten Trump-Deal zu Steuerfällen stößt auf heftige Kritik: „Offenkundige Korruption“

Trump-Deal zu Steuerfällen stößt auf heftige Kritik: „Offenkundige Korruption“

Donald Trump
lev radin / Shutterstock

Die kontroverse Vereinbarung rund um Donald Trump hat heftige Kritik von den Demokraten ausgelöst, die ihm vorwerfen, politischen Einfluss zu nutzen, um sich selbst und seine Familie vor weiteren Steuerermittlungen zu schützen.

Eine neue Vereinbarung, die Trump persönlich zugutekommt, ist nach ihrer Veröffentlichung am Dienstag auf heftige Kritik gestoßen.

Die Vereinbarung betrifft bestimmte Ausnahmen von Untersuchungen zu früheren Steuerfällen gegen Trump und seine Familie.

Die Regelung soll Berichten zufolge Teil eines umfassenderen Vergleichs gewesen sein, in dessen Rahmen Trump Klagen gegen die US-Steuerbehörde IRS zurückzog.

Gleichzeitig wurde laut The Times ein Fonds in Höhe von 1,766 Milliarden Dollar für Personen eingerichtet, die politisch motivierten Untersuchungen ausgesetzt waren.

Kritik der Demokraten

Die Demokraten reagierten scharf auf die neue Vereinbarung und werfen Trump vor, seine eigenen Interessen schützen zu wollen.

Der demokratische Politiker Richie Neal bezeichnete die Vereinbarung als „offenkundige Korruption“. Senatorin Patty Murray wies zudem darauf hin, dass öffentliche Gelder letztlich Trump und seinem politischen Netzwerk zugutekommen könnten.

Während einer Anhörung schloss Justizminister Todd Blanche laut The Times nicht aus, dass Trump-Anhänger Geld aus dem Fonds erhalten könnten.

Weitere Fragen aufgeworfen

Nach Angaben des Justizministeriums sollen lediglich die früheren Steuerfälle von weiteren Untersuchungen ausgenommen werden.

Dennoch hat die Vereinbarung weitere Fragen zur Gewaltenteilung aufgeworfen. Zeitgleich mit der Bekanntgabe der neuen Regelung trat der Chefjurist des Finanzministeriums, Brian Morrissey, laut The Times von seinem Posten zurück.

Vizepräsident J.D. Vance bestreitet jedoch, dass Trump oder sein Netzwerk direkt Geld aus dem Fonds erhalten würden.

Misstrauen gegenüber Trump

Es ist nicht das erste Mal, dass Fragen zu Trump und seiner Glaubwürdigkeit aufgeworfen werden.

Trump war bereits mehrfach mit Vorwürfen konfrontiert, geheime Dokumente unsachgemäß behandelt zu haben. Zudem soll er bestimmte Akten verlegt haben, um sie vor dem FBI verborgen zu halten, berichtet die BBC.

All dies verlor jedoch an Bedeutung, als Trump 2024 erneut zum Präsidenten gewählt wurde, da „die US-Verfassung eine bundesrechtliche Anklage und anschließende strafrechtliche Verfolgung eines amtierenden Präsidenten verbietet“, erklärte Molly Gaston laut The Guardian.

Quellen: The Times, BBC, The Guardian