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„Das ist die Realität, der er sich stellen muss“ – Drohnenalarm verzögerte Selenskyjs Flug nach Norwegen

Volodomyr Zelenskyy
Oleksandr Osipov / Shutterstock

Das Flugzeug hatte die Startfreigabe erhalten, als der Alarm ausgelöst wurde.

Ein Drohnenalarm hielt das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Anfang dieser Woche vor seiner Abreise nach Norwegen am Boden, berichtet Reuters.

Glücklicherweise erreichte das Flugzeug am Dienstagabend sicher Norwegen.

Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre traf Selenskyj am nächsten Morgen. Als Støre nach seiner Nacht fragte, gab der ukrainische Präsident zu, dass diese anstrengend gewesen sei, und erklärte, dass er stundenlang am Telefon die neuesten Raketenangriffe in seinem Heimatland verfolgt habe.

In einem Interview mit dem Sender NRK sagte Støre: „Das ist die Realität, der er sich stellen muss.“

Der norwegische Staatschef beschrieb die Gesamtsituation in der Ukraine auch als „sehr dramatisch“ und fügte hinzu, dass die anhaltenden Verteidigungsbemühungen bei allen Beobachtern „einen tiefen Eindruck“ hinterließen.

Ukrainische Präsidialbeamte teilten der AFP mit, dass der Vorfall ein regionaler Luftalarm war, der durch russische Drohnen ausgelöst wurde, die den moldauischen Luftraum verletzten.

Laut Reuters hatte Selenskyjs Flugzeug die Startfreigabe erhalten, als der Drohnenalarm ausgelöst wurde, was den Abflug verzögerte.

Verfolgt am Himmel

Diese Reise nach Skandinavien war kein Einzelfall. Der norwegische Finanzminister Jens Stoltenberg und Außenminister Espen Barth Eide trafen Selenskyj ebenfalls kurz nach seiner Ankunft, doch Luftraumrisiken hatten ihn bereits an anderen Orten verfolgt.

Ein Luftalarm erschütterte das benachbarte Rumänien am 14. August inmitten russischer Angriffe auf Odessa. Eine weitere Drohne verletzte während des Beschusses den rumänischen Luftraum, was zeigt, wie fragil die regionalen Grenzen bleiben.

Auch über Irland brauten sich Schwierigkeiten zusammen. Laut United24 Media verfolgten vier militärische Drohnen Selenskyj und First Lady Olena Selenska, als sie nach Dublin flogen, und tauchten genau dort auf, wo das Präsidentenflugzeug vorbeifliegen sollte. Eine etwas frühere Landung bewahrte sie vor einer direkten Konfrontation.

Diese Drohnen kreisten später um ein heimlich stationiertes Schiff der irischen Marine in der Irischen See. Die örtlichen Strafverfolgungsbehörden glaubten, dass die Betreiber von Nordost-Dublin aus gestartet waren und absichtlich mit eingeschalteten Lichtern flogen, um eine Störung zu provozieren. Die Behörden entschieden sich, sie nicht abzuschießen.