Startseite Krieg Könnte Putin wegen der Waffenruhe am Tag des Sieges Atomwaffen...

Könnte Putin wegen der Waffenruhe am Tag des Sieges Atomwaffen einsetzen? „Alle Diplomaten sollen abreisen“

Russia, nuclear
SERSOLL / Shutterstock.com

Diplomaten, die in ausländischen Hauptstädten leben, erwarten gewöhnlich gelegentliche Sicherheitswarnungen.

Aber wenn eine rivalisierende Nation jede Botschaft auffordert, eine Großstadt sofort zu räumen, ändert sich die Lage dramatisch.

Eine massive Bedrohung schwebt nun über Osteuropa.

Eine deutliche Warnung

Die russische Regierung hat gerade eine beunruhigende Nachricht über die Grenze geschickt. Offizielle rieten allen internationalen Organisationen und diplomatischen Missionen, ihr Personal aus Kiew zu evakuieren.

Die Frist für diesen plötzlichen Massenabzug ist der 9. Mai. Moskau gab die formelle Mitteilung am späten Mittwochabend heraus.

Laut dem unabhängigen Nachrichtenportal Meduza, das von United24Media zitiert wurde, kam die Warnung direkt vom russischen Außenministerium. Es riet ausländischen Mitarbeitern, die Stadt vor einem bevorstehenden wichtigen Militärfeiertag zu verlassen.

Drohende Vergeltung

Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa gab die offizielle Erklärung ab. Sie behauptete, ukrainische Führer _planten_, während der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges Angriffe auf die russische Hauptstadt zu starten.

Sacharowa warf dem Nachbarland vor, zu planen, „den Tag des Sieges in Moskau mit terroristischen Akten zu stören.“ Die Spannungen sind unglaublich hoch.

Das Ministerium forderte die „vorzeitige Evakuierung“ ausländischer Mitarbeiter sofort. Offizielle führten die „Unvermeidbarkeit eines Vergeltungsschlags [Russlands]“ an, falls ein Angriff erfolge.

Sie drohten, Kommandozentralen und „Entscheidungszentren“ in der gesamten ukrainischen Hauptstadt anzugreifen. Die Warnung war klar. Das Ministerium forderte alle auf, die militärische Mitteilung „mit größtmöglicher Verantwortung“ zu behandeln.

Gegenseitige Anschuldigungen

Während ihrer öffentlichen Erklärung verteidigte die Sprecherin den plötzlichen Evakuierungsbefehl. Sie stellte die extreme Maßnahme als rein defensive Taktik dar, die zum Schutz ausländischer Leben konzipiert sei.

„Wir handeln nicht aus einer Position der Aggression; wir handeln aus einer Position einer unvermeidlichen Reaktion auf Aggression“, erklärte Sacharowa.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj konterte noch am selben Tag. Er warf den Invasionstruppen scharf vor, eine entscheidende Phase der Ruhe in der Region gebrochen zu haben.

Er versprach, dass seine Streitkräfte künftig „spiegelbildlich vorgehen“ _würden_. Die militärische Pattsituation zeigt absolut keine Anzeichen einer Entspannung. Der ukrainische Führer merkte an, seine Regierung _werde_ „unsere durchaus fairen Antworten“ sorgfältig festlegen, während sich die gefährliche Situation über Nacht entwickle.

Risiko einer nuklearen Eskalation

Während sich die offiziellen Warnungen stark auf konventionelle Angriffe gegen Kommandozentralen konzentrierten, wird die zugrunde liegende Spannung durch Moskaus Geschichte extremer Rhetorik verstärkt.

Während des gesamten Konflikts haben Wladimir Putin und seine Spitzenbeamten wiederholt ihre Bereitschaft signalisiert, das Nukleararsenal des Landes einzusetzen, falls sie die Existenz des russischen Staates als wirklich bedroht empfinden.

Ein Angriff auf die Hauptstadt an einem zutiefst heiligen Feiertag wie dem Tag des Sieges könnte vom Kreml leicht als existenzieller Angriff auf die Nation selbst dargestellt werden.

Diese anhaltende Bedrohung einer undenkbaren Eskalation verleiht jedem Evakuierungsbefehl und jeder militärischen Pattsituation in der Region ein schweres, unausgesprochenes Gewicht.

Quellen: Meduza, United24Media