Der Präsident gestand seine tiefste Zukunftsangst.
Kriege enden selten so schnell, wie die Invasoren es erwarten.
Wenn mächtige Anführer massive Militäroperationen starten, rechnen sie gewöhnlich mit einem schnellen Sieg, um ihr Vermächtnis zu sichern.
Doch wenn sich Monate zu Jahren ziehen, kann sich der politische Druck im eigenen Land in einen verzweifelten Kampf ums persönliche Überleben verwandeln.
Ein gefährliches Spiel
Der russische Präsident Wladimir Putin soll Berichten zufolge entsetzt darüber sein, was geschieht, wenn es seinen Truppen nicht gelingt, die Donbas-Region zu sichern. Für den Kreml ist die Eroberung dieses spezifischen Gebiets die absolute Mindestanforderung für einen Sieg.
Die interne Panik scheint gravierend zu sein. Ein Kreml-Insider teilte kürzlich dem The Economist mit, der vom Daily Express zitiert wird, dass der Präsident seine tiefste Zukunftsangst gestanden habe, indem er klar erklärte: „Sie werden mich hängen.“
Um eine katastrophale Niederlage zu vermeiden, wünscht sich der russische Staatschef verzweifelt einen schnellen Durchbruch. Quellen zufolge plant er, weitere 300.000 bis 400.000 Soldaten direkt an die Front zu schicken.
Die Männer gehen aus
Die Beschaffung dieser frischen Soldaten erweist sich als massive Hürde. Das Militär verliert Berichten zufolge jeden Monat etwa 6.000 Soldaten mehr, als Rekrutierer tatsächlich ersetzen können.
Und die wohlhabenden Eliten verlieren die Geduld. Fast fünf Jahre Kampf haben ihre Unterstützung stark geschmälert, und viele einflussreiche Persönlichkeiten hinterfragen nun aktiv den endlosen Zeitrahmen der Kampagne.
Eine anonyme Quelle fasste diesen wachsenden internen Pessimismus perfekt zusammen. Der Insider bemerkte eine weit verbreitete Erkenntnis unter den oberen Schichten, dass „der Zar leer ist.“
Die wirtschaftlichen Folgen
Laut The Daily Express bricht die heimische Wirtschaft unter den internationalen Sanktionen zusammen. Um die explodierende Inflation zu bekämpfen, hob die Zentralbank die Zinssätze auf ein Zwei-Dekaden-Hoch an.
Unterdessen steht das riesige Netzwerk der Russischen Eisenbahnen am Rande des vollständigen finanziellen Zusammenbruchs. Die Lage ist so schlimm, dass das lebenswichtige Transportsystem nun fast vier Billionen Rubel Schulden mit sich führt.
Das entspricht etwa 32 Milliarden Pfund. Finanzexperten warnen, dass der staatliche Betreiber seiner schlimmsten Unternehmenskrise seit 16 Jahren gegenübersteht.
Die Gewalt geht weiter
Trotz dieser zunehmenden innenpolitischen Schwierigkeiten setzt sich der intensive Luftbombardement ohne eine einzige Pause fort. Allein letzte Woche feuerten russische Streitkräfte fast 2.000 Drohnen und 1.600 Bomben auf Ziele jenseits der Grenze ab.
Ein brutaler Wochenendangriff zielte auf Myla, ein ruhiges Dorf nahe Kiew. Die verheerenden Explosionen forderten mindestens 38 Todesopfer und zerstörten über 130 Häuser vor Ort.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj versprach umgehend strenge Rechenschaftspflicht. Er schwor öffentlich, in den kommenden Tagen „gerechte Antworten auf jeden russischen Angriff“ zu liefern.
Quellen: The Daily Express, The Economist