Startseite Krieg Kremlchef verspottet NATO: „Die Euro-Impotenten toben“

Kremlchef verspottet NATO: „Die Euro-Impotenten toben“

Dmitry Medvedev
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Nahe einer Grenze zu leben, bedeutete früher einfache Wochenendausflüge und eine Mischung lokaler Kulturen.

Heute bietet eine Linie auf einer Karte keinerlei Schutz. Für ein europäisches Nachbarland ist die harte Realität eines nahen Konflikts geradezu durch die Decke gebrochen.

Eine Grenze überschreiten

Eine russische Geran-2-Drohne schlug während eines nächtlichen Angriffs in ein Wohnhaus in der rumänischen Stadt Galați ein. Der plötzliche Einschlag verletzte zwei Menschen. Die lokalen Behörden versuchen nun fieberhaft, das beschädigte Gebäude zu sichern.

Die Flugwaffe war ursprünglich auf Ziele in der Ukraine gerichtet. Laut dem Daily Express bezeichnen rumänische Beamte den Einschlag als ihre schlimmste Sicherheitsverletzung seit Beginn der umfassenden Invasion.

Rumänien zögerte nicht, zu reagieren. Präsident Nicușor Dan ordnete die Schließung des russischen Generalkonsulats in Constanța an. Er wies zudem den dort stationierten Spitzendiplomaten formell aus.

Scharfe Worte

Moskau entschuldigte sich nicht für die verirrte Drohne. Stattdessen veröffentlichte der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew eine Reihe aggressiver Nachrichten auf Telegram.

Er wies die internationale Empörung gänzlich zurück. Medwedew schrieb: „Die Euro-Impotenten toben wegen einer Drohne, die ein Wohngebäude in Rumänien getroffen hat.“

Der Kreml-Beamte wies alle Beschwerden zurück. Er behauptete: „Europäische Nationen sind direkte Teilnehmer am Krieg gegen Russland.“

Schlaflose Nächte

Der ehemalige Staatschef sprach daraufhin eine düstere Warnung an die gewöhnlichen Menschen auf dem gesamten Kontinent aus. Moskau betrachtet diese chaotischen Ereignisse eindeutig als neue Normalität.

Medwedew warnte: „Bürger von EU-Ländern sollten nicht mit der Erwartung friedlicher Nächte einschlafen.“ Er forderte die europäischen Staats- und Regierungschefs auf, „den Mund zu halten“, und erklärte, dass ähnliche Angriffe erneut stattfinden würden.

Westliche Beamte zeigen sich absolut unnachgiebig. NATO-Chef Mark Rutte sicherte Rumänien volle Solidarität zu. Und EU-Chefin Ursula von der Leyen sagte: „Moskau hat eine weitere Grenze überschritten.“

Eskalierende Rhetorik

Diese Art aggressiver Haltung ist für Medwedew Routine. Als stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates nutzt er seine Online-Plattform regelmäßig, um Beleidigungen zu schleudern.

Sein öffentlicher Ton ist im Laufe der Zeit zunehmend feindseliger geworden. Der Daily Express berichtete, die Kyiv Post habe mehr als ein Dutzend nuklearer Drohungen von Medwedew verfolgt.

Diese jüngsten Äußerungen wiegen schwer. Rumänien liegt direkt am Schwarzen Meer als wichtiges NATO-Mitglied, daher bleiben die regionalen Sicherheitskräfte in höchster Alarmbereitschaft.

Quellen: Daily Express, Kyiv Post