Donald Trump versprach bekanntlich, den Konflikt an einem einzigen Tag zu beenden.
Das ist nie geschehen. Der zermürbende Krieg wütet weiter. Nun bringen Diplomaten die Idee neuer Friedensgespräche ins Spiel, während sie gleichzeitig neue Vorwürfe gegen Washington erheben.
Kreml-Kritik
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte, Moskau habe „stets seine Bereitschaft zum Dialog“ bezüglich der Ukraine betont, laut Kommentaren, die von RIA Novosti gemeldet und von Onet zitiert wurden.
Sie betonte jedoch, dass Russland nur an Verhandlungen mit „echter Wirkung und echten Ergebnissen“ interessiert sei.
Sacharowa kritisierte auch amerikanische Beamte und behauptete, dass Vertreter, die für Kontakte mit Moskau zuständig seien, nun „vollständig in den Konflikt im Nahen Osten eingebunden“ seien.
Druck auf Washington
Ihre Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, da die Vereinigten Staaten weiterhin tief in die wachsenden Spannungen um Iran und regionale Sicherheitsbedenken im gesamten Nahen Osten involviert sind.
Die Kreml-Sprecherin deutete an, dies könnte Washingtons Fähigkeit beeinträchtigen, sich auf Verhandlungen über die Ukraine zu konzentrieren.
Moskau hat westliche Regierungen wiederholt beschuldigt, den Krieg zu verlängern, während sie öffentlich behaupten, Diplomatie zu unterstützen.
Putins Forderungen
Obwohl der Kreml Gesprächsbereitschaft signalisiert, beharrt er weiterhin auf mehreren Schlüsselbedingungen, bevor eine Einigung erzielt werden kann.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat erklärt, Moskau strebe eine „langfristige Lösung“ an und argumentiert, dass die von Russland als „Grundursachen“ des Konflikts bezeichneten Faktoren zuerst beseitigt werden müssten.
Dazu gehören ein Stopp der NATO-Erweiterung und die Behebung des vom Kreml als Druck auf russischsprachige Bevölkerungsgruppen in der Ukraine beschriebenen Zustands.
Kein Kompromiss
Russland beteiligt sich derzeit an Diskussionen im Zusammenhang mit von den USA unterstützten Friedensvorschlägen, doch Kreml-Beamte bleiben offen skeptisch hinsichtlich der Verhandlungsbereitschaft Kiews.
Die Ukraine und ihre westlichen Verbündeten lehnen Moskaus Begründungen für die Invasion ab und werfen Russland vor, Diplomatie zu nutzen, um strategische Vorteile auf dem Schlachtfeld zu erzielen.
Quellen: RIA Novosti, Onet News