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Putin in Bedrängnis: Russland verlegt mindestens 24 Flugabwehrsysteme von seiner einzigen Werft für Atom-U-Boote

Vladimir Putin (1)
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Man erkennt, dass einem Land die Flugabwehrsysteme fehlen, wenn es sich entscheidet, die Verteidigung an einem solch strategischen Standort zu reduzieren.

Russland hat stillschweigend wichtige Flugabwehrsysteme von seinem strategischen Schiffbauzentrum im Norden in Sewerodwinsk abgezogen.

Einer neuen Analyse des Barents Observer zufolge sind mindestens zwei Dutzend S-300- und S-400-Raketenwerfer aus dem Gebiet verschwunden.

Dies ist keine geringfügige Verlegung. Die Werften in Sewerodwinsk bauen und reparieren Russlands Atom-U-Boot-Flotte, was sie für die Seemacht des Landes von entscheidender Bedeutung macht.

Satellitenbilder zeigen, dass zwei wichtige Luftverteidigungsstellungen, die die Anlagen schützen, nun leer stehen. Die Raketenwerfer und die hochmodernen Radarsysteme sind einfach verschwunden.

Wohin sind sie also gebracht worden? Die Systeme wurden wahrscheinlich nach Süden verlegt, um Moskau zu schützen oder die Verteidigung in den besetzten Teilen der Ukraine zu verstärken.

Eine schmerzliche Wahl

Die ukrainische Langstrecken-Drohnenkampagne hat den Kreml zu einer Entscheidung gezwungen. Militärexperte Kristian Åtland erklärte dem Barents Observer, Russland verbrauche seine Raketenbestände schneller, als seine Fabriken sie ersetzen könnten.

Er stellte fest, dass „Russland im Versuch, ukrainische Drohnen- und Raketenangriffe auf strategische Infrastruktur tief im russischen Territorium abzuwehren, seine Bestände an Abfangraketen schneller verbrauche, als die Verteidigungsindustrie sie ersetzen könne.“

Deshalb muss Russland Prioritäten setzen. Es zieht Waffen aus ruhigeren Regionen ab, um hochwertige Ziele näher an der Frontlinie zu schützen.

Belege für diese Verlagerung zeigen sich auch vor Ort. Ein örtlicher Kommandeur des Flugabwehrregiments von Sewerodwinsk wurde kürzlich auf der besetzten Krim getötet, was darauf hindeutet, dass seine Einheit weit entfernt von ihrem Heimatstandort eingesetzt worden war.

Kein sicherer Hafen

Laut United24 Media ist dies nicht das erste Mal, dass Russland Verteidigungssysteme aus seinen Grenzregionen abzieht. Ein früherer Bericht zeigte, dass S-400-Batterien ebenfalls aus der Exklave Kaliningrad an die Front verlegt wurden.

Unterdessen erweitert die Ukraine ihre Reichweite stetig. Militärberater Per Erik Solli sagte dem Barents Observer, Russland fehlten schlicht die Ressourcen, um jedes Ziel zu verteidigen.

Da ukrainische Drohnen nun Ziele Tausende Kilometer von der Grenze entfernt treffen, muss Moskau Risiken in Kauf nehmen. Die Arktis scheint nicht länger als sicher zu gelten.