Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien zwingen Moskau dazu, Treibstoff zu importieren und sich an schwere Energieengpässe anzupassen.
Fahrer in ganz Russland warten mittlerweile in kilometerlangen Schlangen an den Zapfsäulen vor Ort, nachdem Wellen von Drohnenangriffen kritische Erdölraffinerien getroffen haben.
Als Reaktion auf diese wachsenden Energieengpässe gab Präsident Wladimir Putin keinerlei Garantien dafür, dass sich die Treibstoffversorgung in naher Zukunft normalisieren würde.
„Wir müssen auf alles vorbereitet sein“, warnte Putin die Bürger während seiner Rede auf dem Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok.
Der russische Staatschef betonte, dass die Aufrechterhaltung einer hohen militärischen Bereitschaft als primäre Verteidigung dient.
„Nur unsere Bereitschaft zu allem wird jedem, der uns schaden möchte, verständlich machen, dass man es besser bleiben lässt“, fügte er hinzu.
Laut der Daily Mail gelobte er, Vergeltungsschläge gegen ukrainische Stellungen zu starten, um weitere Schäden an der heimischen Treibstoffverteilung zu stoppen.
Angriffe treffen die Heimat
Die Rhetorik folgt auf einen turbulenten Sommer, der von ununterbrochenen ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Energiezentren und Versorgungsstützpunkte geprägt war.
Moskau hat auf diese Angriffe mit einer Intensivierung der eigenen Bombardements reagiert und ukrainische Wohngebiete sowie kritische Lieferketten getroffen.
Diplomatische Wege bleiben vorerst vollständig verschlossen. Putin lehnte Bemühungen um eine friedliche Lösung ab und beschuldigte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach den Weitstrecken-Drohnenangriffen des Staatsterrorismus.
„Wir verhandeln nicht mit Terroristen“, erklärte er.
Die Daily Mail berichtete, dass die russischen Luftverteidigungskräfte im Laufe des Sommers mehr als 43.000 ukrainische Drohnen abgefangen haben.
Behörden in Kyjiw beschreiben diese weitreichenden Einsätze als wirtschaftliche Sanktionen, die darauf abzielen, Moskau zur Beendigung des Krieges zu drängen.
Wachsende regionale Auswirkungen
Kyjiw rechnet im Anschluss an die bevorstehende Parlamentswahl mit einer neuen Welle russischer Einberufungen – eine Behauptung, die der Kreml-Diktator umgehend als feindliche Propaganda zurückwies.
Gleichzeitig schlagen europäische Sicherheitsbeamte wegen der sich verschärfenden hybriden Bedrohungen Alarm.
Jüngste aufsehenerregende Vorfälle in Deutschland – darunter ein Sprengstoff-Drohnenversuch an einem Großflughafen und physische Angriffe auf die Energieinfrastruktur – wurden direkt mit Moskau in Verbindung gebracht.
Die Spannungen mit den westlichen Nationen eskalieren weiter. Auf die Frage, ob britische Rüstungsfabriken zu militärischen Zielen werden könnten, nachdem London Raketenbaupläne mit Kyjiw geteilt hatte, gab Putin eine kurze Antwort.
„Das ist ein Geheimnis, ein Militärgeheimnis“, sagte er laut der Daily Mail mit einem Schmunzeln.
Russland blickt für Treibstoff ins Ausland
Ukrainische Angriffe zwingen Moskau nun dazu, über die eigenen Grenzen hinauszuscchauen, um den heimischen Treibstoffmarkt zu versorgen.
Laut The Guardian hat Russland begonnen, Benzin aus Ländern wie der Türkei und Indien zu importieren, und veranlasst gleichzeitig, dass russisches Rohöl in einer Raffinerie im benachbarten Kasachstan verarbeitet wird.
Die Schritte verdeutlichen die wachsende Belastung des russischen Raffineriesystems, da beschädigte Anlagen Mühe haben, mit der inländischen Nachfrage Schritt zu halten.
Anstatt lediglich einzelne Raffinerien zu stören, zwingen die Angriffe Moskau zunehmend dazu, die Produktion und Versorgung mit Treibstoff im ganzen Land neu zu organisieren.
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