Das Verbot sei notwendig, um „Stabilität auf dem heimischen Kraftstoffmarkt zu gewährleisten“, so die offizielle Erklärung.
Die Ukraine führt eine massive Kampagne durch, die darauf abzielt, die russische Wirtschaft durch Angriffe auf Öl- und Gaseinnahmen zu lähmen.
Laut Bloomberg verzeichnete der Mai die höchste monatliche Gesamtzahl ukrainischer Angriffe auf russische Energieanlagen, wobei mindestens 30 Angriffe bestätigt wurden.
Und die Strategie der Ukraine zeigt Wirkung, da Russland nun gezwungen ist, ein erstmaliges Verbot von Kraftstoffexporten zu verhängen.
Ein historischer Exportstopp
The Moscow Times berichtet, dass die russische Regierung offiziell ein sechsmonatiges Verbot des Exports von Flugzeugtreibstoff eingeführt hat, das laut der offiziellen Erklärung notwendig sei, um „Stabilität auf dem heimischen Kraftstoffmarkt zu gewährleisten“.
Dieser drastische Schritt erfolgt nach monatelangem starkem Druck auf Russlands Energiesektor. Ukrainische Streitkräfte haben Ölraffinerien im ganzen Land angegriffen, um die Kriegskasse des Kremls zu schwächen.
Laut dem Nachrichtenportal RBC ist dies das erste Mal, dass Moskau ein Embargo auf seinen eigenen Flugzeugtreibstoff verhängt hat. Die Beschränkung wird bis zum 30. November gelten, wobei Länder mit aktiven Sonderhandelsabkommen ihre Lieferungen weiterhin erhalten werden.
Höchste monatliche Gesamtzahl an Angriffen
Die ukrainische Kampagne gegen die russische Energieverarbeitung erreichte im Mai einen neuen Höchststand, da mindestens 30 Angriffe bestätigt wurden.
Die Strategie konzentriert sich darauf, tiefe, dauerhafte wirtschaftliche Schäden zu verursachen. Von diesen Drohnenangriffen trafen 16 Raffinerien und beschädigten acht der zehn größten Raffinerieanlagen des Landes.
Kiew greift immer wieder dieselben Orte an, um Arbeiter daran zu hindern, schnelle Reparaturen durchzuführen. Zum Beispiel wurde die Yanos-Anlage im Mai dreimal getroffen, während zwei Lukoil-Werke jeweils zwei Treffer erlitten.
Kürzlich zwang ein weiterer Angriff die Raffinerie Wolgograd, den Betrieb vollständig einzustellen, und die Raffinerie Saratow erlitt erneut Schäden, nachdem sie zum zweiten Mal getroffen worden war.
Laut Bloomberg schätzte das Analyseunternehmen OilX, dass die russische Raffinationsleistung im Mai auf 4,58 Millionen Barrel pro Tag sank.
Das entspricht einem Rückgang von 700.000 Barrel gegenüber dem Vorjahr, wodurch die Produktion auf ein Niveau gedrückt wurde, das seit Oktober 2009 nicht mehr erreicht worden war.
Quellen: The Moscow Times, RBC, Reuters, Bloomberg