Die russischen Vorstöße sind bereits nahezu zum Erliegen gekommen – doch die Ukraine geht kein Risiko ein.
In einer am 31. März 2026 veröffentlichten Analyse des Institute for the Study of War (ISW) stellt der Thinktank fest, dass die russischen Gebietsgewinne in der Ukraine nahezu zum Erliegen gekommen sind.
Nach Angaben des ISW konnten die russischen Streitkräfte im März 2026 lediglich 5,45 km² hinzugewinnen, verglichen mit 152,4 km² im Februar und 363,3 km² im Januar.
Die Entwicklung variiert natürlich entlang der Frontlinie, doch die Ukraine bereitet nun eine neue Stufe von Verteidigungsmaßnahmen vor, um russische Vorstöße in der Nordukraine abzuwehren.
Barrierebau
Militäringenieure arbeiten derzeit rund um die Uhr, um eine durchgehende physische Verteidigungslinie in den nördlichen Regionen der Ukraine zu errichten.
Vasyl Syrotenko, der leitende Kommandeur dieser entscheidenden Ingenieureinheiten, erklärte gegenüber Ukrinform, der Zeitplan für die Fertigstellung sei eng, und die Linie sei speziell darauf ausgelegt, die empfindliche Staatsgrenze zu Russland und dem benachbarten Belarus hermetisch abzuriegeln.
Diese massive neue Verteidigungsbarriere wird sich vom Kiewer Stausee quer über die Karte bis zur Stadt Sumy erstrecken.
Den Vorstoß stoppen
„Wir setzen erhebliche Kräfte und Ressourcen ein, um sicherzustellen, dass diese Linie in kürzester Zeit gebaut wird“, erklärte Syrotenko dem Medium.
Die primäre Strategie hinter diesen umfangreichen Erdarbeiten besteht darin, gegnerische Kräfte vollständig daran zu hindern, eine umkämpfte Pufferzone zu schaffen.
Den Aussagen des Ingenieurchefs gegenüber Ukrinform zufolge sollen die neuen Befestigungsanlagen dazu beitragen, die lokalen Truppen fest in ihren entscheidenden Verteidigungspositionen zu halten.
In den früheren Phasen des Konflikts konzentrierten sich die Bautrupps hauptsächlich auf die aktivsten Kampflinien.
Mehrere Sicherheitsebenen
Diese jüngste landesweite Initiative verfolgt einen ganz anderen Ansatz, indem sie die Sicherheitsmaßnahmen weit ins Landesinnere ausdehnt.
Anstatt nur wenige Kilometer von der aktiven Gefahrenzone entfernt zu enden, reichen die verstärkten Gräben nun bis zu 100 Kilometer ins Landesinnere.
Dies schafft ein tief gestaffeltes Sicherheitsnetz, das jeden plötzlichen feindlichen Vormarsch über längere Zeiträume hinweg unglaublich schwer aufrechterhalten lässt.
Militärplaner mussten ihre Entwürfe für Erdarbeiten auch schnell anpassen, um modernen technologischen Bedrohungen entgegenzuwirken, die ständig über ihnen schweben.
Neue moderne Bedrohungen
Die frisch ausgehobenen Verteidigungslinien umfassen nun hochspezialisierte Maßnahmen, die darauf ausgelegt sind, neue glasfasergesteuerte FPV-Drohnen abzuwehren.
Diese agilen und ferngesteuerten Fluggeräte sind schnell zu einem der gefährlichsten und unberechenbarsten Elemente auf dem modernen Schlachtfeld geworden.
Glücklicherweise ist es den engagierten Ingenieurteams gelungen, ein seltenes Zeitfenster zu finden, um diese entscheidende Arbeit zu erledigen.
Unabhängige OSINT-Forscher berichteten, dass die jüngsten russischen Schwierigkeiten an den Frontlinien den ukrainischen Streitkräften den nötigen Spielraum verschafft hätten, um diese Barrieren zu erweitern.
Quellen: Ukrinform, United24Media, Institute for the Study of War