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Putins Militärführung sagt, Russland „rücke zuversichtlich vor“ — Schlachtfelddaten erzählen eine ganz andere Geschichte

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Kremlin.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Glauben Sie, er weiß, dass er nicht die Wahrheit sagt, oder ist die russische Militärführung einfach blind für die Realitäten vor Ort?

Am 14. Mai zitierte die russische staatliche Nachrichtenagentur TASS den Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergej Schoigu, mit der Aussage, russische Truppen rückten in der Ukraine „zuversichtlich entlang der gesamten Kontaktlinie vor“.

Er habe außerdem gesagt, Russland werde weiterhin diplomatische und politische Methoden zur Lösung des Konflikts verfolgen, und machte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj dafür verantwortlich, dass noch keine Einigung erzielt worden sei.

Angesichts der Erklärungen des Kremls während des gesamten Krieges bieten diese Äußerungen nichts Neues. Betrachtet man jedoch die erste Behauptung, erzählen die Schlachtfelddaten eine ganz andere Geschichte als Schoigus Darstellung.

Vormärsche kehren sich um

Anfang Mai berichtete das Institute for the Study of War, dass die russischen Gebietsgewinne in der Ukraine im Jahr 2026 stark rückläufig gewesen seien.

Im Januar seien Putins Truppen Berichten zufolge vorgerückt und hätten 318 km² unter ihre Kontrolle gebracht, doch im Februar seien diese Vormärsche auf knapp 123 km² eingebrochen.

Der März habe russische Vormärsche von nur 23 km² hervorgebracht, und im April habe sich das Blatt wirklich gewendet, da die Ukraine etwa 116 km² von den russischen Streitkräften zurückerobern konnte.

Das Blatt hat sich gewendet

Ein am 14. Mai veröffentlichter CNN-Bericht zitierte ukrainische Offiziere mit der Aussage, die Ukraine spüre eine Veränderung der Moral unter den russischen Streitkräften.

„Sie sind erschöpft“, sagte Offizier Kyrylo Bondarenko dem Sender.

Der Ukraine mag es an Personal mangeln, um das Land gegen die russische Invasion zu verteidigen, doch auch Putin beginnt, die Folgen von mehr als vier Jahren Krieg zu spüren.

Monatliche Verluste von über 35.000

Bislang war das Jahr 2026 ein sehr blutiges Jahr für die russischen Streitkräfte.

Laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium habe der März zu 35.351 russischen Verlusten und der April zu 35.203 russischen Verlusten geführt.

Im Februar schätzten westliche Beamte, Russland habe seit November monatlich 40.000 Soldaten verloren.

In diesem Tempo wird Russland vor dem Herbst 1 % seiner gesamten Bevölkerung verloren haben.

Quellen: Institute for the Study of War, CNN, ukrainisches Verteidigungsministerium, TASS