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Putins Spione geben sich auf Dating-Apps als Frauen aus, um ukrainische Soldaten in Fallen zu locken

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Nikita Burdenkov / Shutterstock

Ukrainische Behörden erklären, dass Moskau zunehmend auf Täuschung und digitale Manipulation setzt, um Zivilisten zu rekrutieren und Sabotageakte im Land durchzuführen.

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Seit Beginn des Krieges ist die Ukraine nicht nur Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt, sondern auch einer anhaltenden Kampagne verdeckter Operationen und psychologischen Drucks.

Falsche Identitäten

Der ukrainische Sicherheitsdienst SBU warnt, dass russische Akteure ihre Versuche verstärken, Ukrainer mithilfe falscher Identitäten und Einschüchterungstaktiken zu rekrutieren.

Nach Angaben des SBU geben sich einige Agenten als Mitarbeiter ukrainischer Strafverfolgungs- oder Sicherheitsbehörden aus, was die Behörden als sogenannte „False-Flag-Operationen“ bezeichnen.

„Die Russen haben die Zahl der sogenannten False-Flag-Operationen erhöht: Sie geben sich als Mitarbeiter ukrainischer Strafverfolgungsbehörden aus und zwingen Bürger unter verschiedenen Vorwänden dazu, Brandstiftungen, Terroranschläge und Sabotageakte vorzubereiten“, teilte der SBU mit.

Betroffene würden demnach telefonisch oder per Textnachricht von Personen kontaktiert, die vorgeben, den Sicherheitsdienst, den Militärnachrichtendienst oder andere offizielle Stellen zu vertreten.

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In einigen Fällen würden Menschen mit Strafverfahren wegen angeblicher Vergehen bedroht, etwa wegen des Kaufs von Medikamenten über russische Webseiten.

Andere erhielten gefälschte Vorladungen zu angeblichen Ermittlungen und bekämen anschließend „Hilfe“ bei der Einstellung des Verfahrens angeboten, im Gegenzug für Geld oder Zusammenarbeit.

Fallen über Dating-Apps

Ukrainische Behörden erklären zudem, dass russische Dienste Dating-Plattformen nutzen, um potenzielle Ziele anzulocken.

Laut SBU werden gefälschte weibliche Profile erstellt, um Vertrauen bei ukrainischen Männern aufzubauen und persönliche Informationen zu sammeln.

„Später kontaktiert ein russischer Koordinator den Nutzer des Dienstes, gibt sich als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine aus und beschuldigt ihn der Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation. Als Vorwand dient die Kommunikation mit einem Mädchen, das angeblich mit feindlichen Geheimdiensten verbunden ist. Um einer Verantwortung zu entgehen, wird dem Betroffenen eine Zusammenarbeit angeboten“, berichtete der SBU.

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Auch Sky News zitierte ukrainische Behörden mit der Aussage, dass Männer, die in solche Machenschaften geraten, unter Druck gesetzt würden, sensible Daten herauszugeben oder illegalen Aufgaben zuzustimmen.

Sabotageakte

Nach Angaben der Behörden in Kyjiw wurden über diese Methoden rekrutierte Personen dazu gedrängt, Chemikalien zu kaufen, Fahrzeuge von Verteidigungskräften in Brand zu setzen, Infrastruktur zu sabotieren oder sogar improvisierte Sprengsätze zusammenzubauen.

Der SBU betonte, dass offizielle Stellen Bürger niemals auffordern würden, geheime oder rechtswidrige „Missionen“ durchzuführen, und rief die Öffentlichkeit dazu auf, vorsichtig zu sein, wenn sie von unbekannten Personen kontaktiert werde, insbesondere online.

Quellen: PravdaUA, Sky News, Ziare

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