Startseite Krieg Putins Truppen geht die Munition aus: „Das ist der Anfang“

Putins Truppen geht die Munition aus: „Das ist der Anfang“

Putins Truppen geht die Munition aus: „Das ist der Anfang“
KinoMasterskaya/shutterstock.com

Eine massive Militärmacht in Bewegung zu halten, erfordert einen endlosen Fluss essenzieller Materialien.

Wenn diese entscheidenden Versorgungslinien zu zerbrechen beginnen, kommen die Frontoperationen schnell zum Erliegen.

Die verheerenden Auswirkungen einer unterbrochenen Lieferkette werden nun sichtbar.

Die Schwachstellen ins Visier nehmen

Ukrainische Streitkräfte demontieren systematisch die Logistiknetzwerke, die ihre Gegner bewaffnet halten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur UNIAN zielten jüngste Angriffe massiv auf große Lagerdepots und wichtige Transportrouten.

Diese gezielten Angriffe sollen den Fluss essenzieller Ressourcen vollständig unterbinden. Die Strategie erschwert es den Fronttruppen erheblich, die schwere Ausrüstung zu erhalten, die sie für die Aufrechterhaltung ihrer Offensivvorstöße benötigen.

Der Militärbeobachter Denis Popowitsch erläuterte die sich entwickelnde Situation kürzlich in einem ausführlichen Interview mit Radio NV, das von O2 zitiert wurde.

Er wies darauf hin, dass erfolgreiche Treffer auf diese tiefen Versorgungsketten bereits zu erheblichen Engpässen auf dem gesamten Schlachtfeld führten.

Eine drohende Munitionsknappheit

Die vollen Auswirkungen dieser tiefgreifenden Störungen brauchen etwas Zeit, um sich zu manifestieren. Während Fronteinheiten noch über Restreserven verfügen, stellen Experten fest, dass eine strenge Rationierung wahrscheinlich bereits im Gange ist.

Kommandeure sind gezwungen, schwierige Entscheidungen darüber zu treffen, wohin sie ihre begrenzten Vorräte schicken. Popowitsch warnte, dass diese Situation die gesamte Kampfeffektivität direkt beeinträchtige.

Er führte detailliert aus, wie diese kritischen Engpässe die täglichen Operationen der Artillerieeinheiten vor Ort veränderten.

„Dies sei der Beginn einer Munitionsknappheit, wenn aufgrund des Munitionsmangels eine Aufteilung beginne. Das bedeute, dass jedem Geschütz weniger Munition zugeteilt werde und das Artilleriefeuer weniger dicht werde“, sagte Popowitsch.

Der Treibstoff geht aus

Die Logistikprobleme reichen weit über einfache Artilleriegeschosse hinaus. Popowitsch prognostizierte, dass Militärkommandeure bald mit identischen Schwierigkeiten konfrontiert sein werden, nur um ihre Transportfahrzeuge in Bewegung zu halten.

„Treibstoff werde an jene Einheiten verteilt, die direkte Kampfoperationen durchführen. Dann werde er an bestimmte Gruppen verteilt. Und diese logistische Ressource werde versiegen“, sagte er.

Sogar russische Beamte räumen nun die wachsende Belastung ein. Nach einer Reihe jüngster Angriffe gab Kreml-Sprecher Dmitri Peskow öffentlich zu, dass es „gewisse Schwierigkeiten“ bei der Treibstoffversorgung auf der besetzten Krim gebe.

Vorbereitung auf weitere Angriffe

Diese logistischen Albträume erzwingen offenbar rasche Schlachtfeldveränderungen. Die Atesh-Bewegung berichtete, dass massive Versorgungsengpässe Truppen kürzlich zur dringenden Evakuierung des Gebiets der Kinburn-Halbinsel zwangen.

Die Südlichen Ukrainischen Verteidigungskräfte bestätigten diesen spezifischen Rückzug nicht. Dennoch räumten sie offen ein, dass feindliche Kräfte in den besetzten Gebieten zunehmenden logistischen Herausforderungen gegenüberstünden.

Analysten des Institute for the Study of War erwarten, dass die Ukraine diesen klaren Vorteil nutzen wird. Der Thinktank schätzt, dass Präzisionsschläge auf kritische Versorgungsrouten in den kommenden Wochen nur noch intensiver werden.

Quellen: UNIAN, Radio NV, Atesh-Bewegung, Südliche Ukrainische Verteidigungskräfte, Institute for the Study of War, O2