Startseite Krieg Putins Truppen setzen bizarre neue Kriegstaktik mit chinesischen E-Bikes ein

Putins Truppen setzen bizarre neue Kriegstaktik mit chinesischen E-Bikes ein

military motorcycle soldier army
Master Sgt. Cody Ramirez, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Strategie beruht gänzlich auf Geschwindigkeit und Täuschung.

Kriegsgebiete lassen oft an massive Panzer und schwere Artillerie denken, die über schlammige Felder rollen.

Doch Militärkommandeure suchen ständig nach günstigeren und schnelleren Wegen, um die Frontlinien zu umgehen.

Manchmal kommt die neueste Taktik auf dem Schlachtfeld auf zwei Rädern statt auf Ketten daher.

Infiltration auf zwei Rädern

Russische Streitkräfte wenden eine bizarre neue Methode an, um im anhaltenden Konflikt Territorium zu beanspruchen. Anstatt schwere Panzerung einzusetzen, schicken sie kleine Trupps tief in ukrainische Gebiete, die auf importierten E-Bikes fahren.

Diese schnellen Fahrten ermöglichen es Moskau, ein Bild militärischen Erfolgs zu projizieren. Auch wenn die Realität vor Ort eine ganz andere Geschichte erzählt, sehen die Fotos für ihre Vorgesetzten gut aus.

Laut der polnischen Zeitung Rzeczpospolita, zitiert von Onet, wies ein ukrainischer Kommandeur auf genau diese Verschiebung hin. Er merkte an, dass die Invasionstruppen „wenn sie überhaupt angreifen, nur auf chinesischen Elektromotorrädern“ unterwegs seien.

Ein tödlicher Fototermin

Die Strategie beruht gänzlich auf Geschwindigkeit und Täuschung. Ein oder zwei Fahrer rasen an den Hauptkampflinien vorbei und suchen eine leere Stadt auf.

Dort angekommen, hissen die Soldaten eine russische Flagge an einem markanten Gebäude. Dann machen sie schnell ein Foto für ihre Kommandeure und fliehen.

Der amerikanische Thinktank Institute for the Study of War verfolgte diese Entwicklung. Wie von Rzeczpospolita berichtet, gaben die Forscher an, dass „Russland die Taktik der Infiltration (des ukrainischen Hinterlandes) in kleinen Gruppen weit verbreitet anwende. Daher könnten russische Soldaten selbst in ukrainisch kontrollierten Gebieten präsent sein“.

Onet News berichtete, dass diese Stunts für die Fahrer selten gut ausgehen. Die meisten Männer, die diese waghalsigen Missionen versuchen, sterben dabei, was erklärt, warum die Infiltrationstrupps immer kleiner werden.

Schläge tief im Inneren

Ukrainische Streitkräfte wehren sich aus der Luft. Kiew startet massive Vergeltungsschläge.

Am Mittwoch traf ein Drohnenangriff ein historisches Museum in der annektierten Region Krim, wobei das Dach des Gebäudes vollständig in Flammen aufging.

Weiter östlich geriet auch eine große staatliche Ölförderanlage in der Oblast Samara in Brand. Das riesige Drehkreuz verarbeitet täglich rund 177.000 Barrel Rohöl.

Diese Angriffe verursachen Panik. Luftschutzsirenen ertönten kürzlich in weit entfernten sibirischen Städten, was beweist, dass der Konflikt nun weit über die Frontlinien hinausreicht.

Quellen: Onet News, Rzeczpospolita, Institute for the Study of War