Verwundet auf dem Schlachtfeld zu sein, barg schon immer eine grausame Ungewissheit
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Die Hoffnung, dass Hilfe kommt, und die Angst, dass sie vielleicht nicht kommt.
Für verletzte Soldaten kann jeder Augenblick über Leben und Tod entscheiden.
Neue Berichte deuten darauf hin, dass diese Hilfe in manchen Fällen vielleicht nie kommt.
Beunruhigende Berichte
Russische Truppen sollen verwundete Soldaten über längere Zeiträume ohne Hilfe zurücklassen, so das ukrainische Medium Obozrevatel, zitiert von O2.
Die Informationen stammen aus dem Gebiet um Kostiantyniwka in der Ostukraine, wo schwere Kämpfe im Gange sind.
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Dem Bericht zufolge werden einige verletzte Soldaten bis zu zwei oder drei Tage auf dem Schlachtfeld liegen gelassen, bevor sie Hilfe erhalten.
Steigende Verluste
Eine angebliche Quelle innerhalb des 255. motorisierten Schützenregiments Russlands sagte, die Verlustraten unter den Verwundeten seien hoch.
„Jungs werden bis zu drei Tage lang liegen gelassen“, behauptete die Quelle.
Der Bericht deutet darauf hin, dass einige Soldaten nicht an ihren ursprünglichen Verletzungen sterben, sondern weil die medizinische Hilfe zu spät oder gar nicht eintrifft.
Die Situation steht Berichten zufolge im Zusammenhang mit einem Mangel an medizinischem Personal in russischen Einheiten.
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Den Behauptungen zufolge sind die verfügbaren Sanitäter nicht in der Lage, die Zahl der Verletzten zu bewältigen, während Anfragen nach Verstärkung unbeantwortet bleiben.
Trotzdem sollen die Angriffsoperationen fortgesetzt werden, was zu weiteren Verlusten führt.
Laufende Offensive
Die Berichte kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Russland seine Operationen offenbar verstärkt, wobei Analysten auf die frühen Phasen einer Frühjahrs-Sommer-Offensive hinweisen.
Das Institute for the Study of War hat eine verstärkte Aktivität entlang von Teilen der Front festgestellt, was auf eine breitere Eskalation der Kämpfe hindeutet.
Die Atesh-Bewegung, die die Informationen lieferte, ist eine Untergrundgruppe, die in russisch besetzten Gebieten und in Russland selbst operiert.
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Sie setzt sich hauptsächlich aus Ukrainern und Krimtataren zusammen und ist bekannt für das Sammeln von Informationen und die Durchführung von Sabotageakten.
Quellen: Obozrevatel, Atesh, Institute for the Study of War, O2.