Das tägliche Leben ist zunehmend von ständigem Online-Zugang abhängig geworden, von Kommunikation und Arbeit bis hin zu Nachrichten und Sicherheitswarnungen.
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Unterbrechungen der Internetdienste können sich schnell auf jeden Aspekt der Gesellschaft auswirken.
In Russland beginnen sich die wachsenden Einschränkungen des digitalen Zugangs auf das tägliche Leben auszuwirken.
Zusammenbruch des Publikums
Pro-Regierungs-„Z-Kanäle“ in Russland haben laut dem Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (CCD) der Ukraine, wie von Ukrinform berichtet, mehr als 40 % ihres Publikums verloren.
Der Rückgang erfolgt inmitten zunehmender Einschränkungen und Blockaden im russischen Informationsraum.
In einigen Fällen mussten pro-Kreml-Medien Berichten zufolge einen Rückgang der Zuschauerzahlen um mehr als die Hälfte hinnehmen.
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Nach hinten losgegangene Maßnahmen
Laut Ukrinform sagte das CCD, dass die Versuche der russischen Behörden, die Informationsumgebung zu „säubern“, unbeabsichtigte Auswirkungen gehabt hätten.
„Die Versuche der russischen Behörden, den Informationsraum durch Blockaden zu ‚säubern‘, sind für die kremltreueste Kategorie von Propagandisten – pro-Regierungs-Z-Kanäle – nach hinten losgegangen“, sagte die Behörde.
Analysten vermuten, dass das System nun sogar diejenigen beeinträchtigt, die es eigentlich unterstützen sollte.
Kontrolle überzogen
Laut dem CCD spiegelt die Situation umfassendere Probleme mit der Zensurpolitik in Russland wider.
„Ursprünglich sollten die Blockaden dazu dienen, Dissens zu unterdrücken, aber jetzt kann das System nicht mehr zwischen ‚eigenen‘ und ‚anderen‘ unterscheiden und erfasst wahllos alle. Es scheint, dass die Logik hier zweitrangig ist, das Hauptziel ist maximale Kontrolle, und beim Aufbau schonen die russischen Behörden nicht einmal ihr eigenes Propaganda-Ökosystem.“
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Sich verengender Raum
Beamte sagen, dass sich ein breiterer Trend abzeichnet, da das russische Informationsumfeld zunehmend eingeschränkt wird.
Berichte weisen auf anhaltende Störungen des mobilen Internets und die Einführung von „Whitelist“-Systemen hin, die einschränken, auf welche Websites Benutzer zugreifen können.
Laut dem CCD erleichtert die Reduzierung der Anzahl verfügbarer Plattformen und Dienste den Behörden die Kontrolle über den Informationsfluss.
Quellen: Ukrinform, Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (CCD)