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Russisches Staatsfernsehen verspottet Trumps Gesandte: „Diese Leute verstehen nichts von Politik“

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Zhenya Voevodina / Shutterstock.com

Kommentatoren verschwendeten keine Zeit damit, die besuchenden Geschäftsleute zu zerreißen.

Hochrangige Diplomatie findet normalerweise zwischen erfahrenen Politikern statt, die sich in ruhigen Räumen die Hände schütteln.

Doch manchmal betreten Milliardäre die geopolitische Bühne, und die Reaktion der Gegenseite ist alles andere als höflich.

Ein harter Empfang

Donald Trump entsandte kürzlich Steve Witkoff und Jared Kushner mit einem neuen Friedensvorschlag um die Welt. Nach wochenlangen intensiven Kämpfen trafen sich die beiden amerikanischen Gesandten über drei Stunden lang mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Am Sonntag setzten sie sich auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammen. Beide Seiten suchen verzweifelt nach einem Ausweg aus einem Konflikt, der die Region seit Wochen im Griff hat.

Der Kreml bezeichnete die Gespräche öffentlich als „äußerst nützlich“, doch die Stimmung im russischen Staatsfernsehen schlug eine völlig andere Richtung ein. Kommentatoren verschwendeten keine Zeit damit, die besuchenden Geschäftsleute zu zerreißen.

Geschäft und Politik vermischen

Rafael Orduchanjan, ein Amerikanist, der in einer russischen Sendung sprach, richtete seine Kritik direkt an Witkoff und dessen massive kommerzielle Interessen. Er hinterfragte offen die wahren Prioritäten des Gesandten.

„Ich habe eine Frage. Löst er in seiner Freizeit zwischen Geschäftsabschlüssen globale Konflikte, oder macht er in seiner Freizeit zwischen der Lösung globaler Probleme Geschäfte?“, sagte Orduchanjan, wie der Daily Express berichtete.

Er setzte seinen Angriff fort, indem er einen massiven Kauf einer Sportfranchise ansprach.

„Ich habe den Eindruck, er wird sich mit der Ukraine befassen, während er die Los Angeles Lakers für 12,5 Milliarden US-Dollar kauft. Das ist nicht ernst zu nehmen. Diese Leute verstehen nichts von Politik.“

Zweifel vor Ort

Andere Stimmen in der Diskussionsrunde äußerten die tiefe Skepsis gegenüber der amerikanischen Strategie. Der Journalist Michael Bohm bot eine unverblümte Einschätzung dessen, was die diplomatische Reise tatsächlich erreicht hatte.

„Der einzige Sinn des Besuchs von Witkoff und Kushner ist der Versuch, noch einmal zu erklären, warum Russland nicht zum Frieden gezwungen werden kann“, sagte Bohm.

Um den Punkt zu verdeutlichen, wies Nikolai Starikow, Gründer der Partei Großes Vaterland, die Macht der Diplomatie gänzlich zurück.

Laut Daily Express erklärte Starikow, dass „unsere besten Verhandlungsführer unsere Soldaten sind, Diplomaten sollten dies bedenken“.

Eine vorübergehende Pause

Die diplomatischen Besuche fielen mit einer kurzen Unterbrechung der Gewalt zusammen. Bis Samstag Mitternacht hatte Putin seinen Streitkräften befohlen, die Angriffe auf Kiew für drei Tage vollständig einzustellen.

Selenskyj erließ daraufhin seinen eigenen Befehl, die Angriffe auf Moskau einzustellen.

Doch der weitere Weg bleibt kompliziert. Putin soll den Gesandten gesagt haben, die Situation sei „nicht einfach“, so der Daily Express.

Quellen: Daily Express