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Russland dabei ertappt, Influencer für die Verbreitung von Anti-Ukraine-Lügen zu bezahlen

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Ein Informationskrieg entfaltet sich weitab der Frontlinien der Ukraine.

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Offizielle Stellen sagen, dass der Kampf um Einfluss nun auf Social-Media-Plattformen in verschiedenen Regionen ausgetragen wird.

Neue Behauptungen deuten darauf hin, dass Anstrengungen unternommen werden, um Narrative zu formen und die internationale Meinung über indirekte Kanäle zu beeinflussen.

Bezahlte Messaging-Offensive

Das ukrainische Zentrum für strategische Kommunikation, bekannt als SPRAVDI, sagt, dass Administratoren arabischsprachiger Telegram-Kanäle Geld angeboten wird, um anti-ukrainische Inhalte zu veröffentlichen, so United24 Media, zitiert von WP.

Das Material wird Berichten zufolge im Voraus erstellt und soll als unabhängiger oder lokal produzierter Inhalt erscheinen.

Laut SPRAVDI verteilen Vermittler die Videos in einem Format, das es ermöglicht, sie als Originalberichterstattung und nicht als koordinierte Botschaften darzustellen.

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Getarnter Einfluss

Ukrainische Beamte sagen, dass ein angeblicher Kontakt ein Konto unter dem Namen „Tsukerok“ beinhaltete, wobei sich eine Person als Ksenia ausgab.

„Das Schema ist einfach: Der Kreml bereitet gefälschte Inhalte vor und bezahlt dann für deren Veröffentlichung auf arabischen Kanälen, damit es wie die natürliche Stimme des lokalen Publikums aussieht“, schrieb SPRAVDI.

Die Videos sollen der Ukraine vorwerfen, Zusagen gegenüber arabischen Ländern nicht eingehalten zu haben, darunter auch solchen, die von iranischen Shahed-Drohnenangriffen betroffen sind.

Breitere Strategie

Behörden in Kiew glauben, dass die Bemühungen Teil einer umfassenderen Kampagne sind, um die internationale Position der Ukraine zu schwächen und das Vertrauen ausländischer Partner zu untergraben.

SPRAVDI deutet an, dass der Schritt auch eine Reaktion auf das wachsende diplomatische Engagement der Ukraine in den Golfstaaten sein könnte.

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Anstatt Kiews Botschaften direkt zu kontern, scheint der Ansatz darauf abzuzielen, die Ukraine in Schlüsselregionen zu diskreditieren.

Erweiterung der Taktiken

Gleichzeitig sagt das ukrainische Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation, dass Russland seine inländische Propaganda-Infrastruktur verstärkt.

Dies beinhaltet die Einbeziehung junger Menschen in medienbezogene Ausbildungsprogramme, die an militärisch-patriotische Organisationen gebunden sind, mit Unterstützung des russischen Verteidigungsministeriums.

Beamte behaupten, dass die Teilnehmer ermutigt werden, Inhalte zu erstellen und zu verbreiten, wodurch sie effektiv in staatlich unterstützte Narrative einfließen.

KI und Einfluss

Daten des Europäischen Auswärtigen Dienstes, die von ukrainischen Quellen zitiert werden, deuten auf einen starken Anstieg der Aktivitäten zur Informationsmanipulation hin.

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Allein im Jahr 2025 wurden 540 solcher Fälle erfasst, an denen etwa 10.500 Konten, Plattformen und Websites beteiligt waren.

Die Ukraine bleibt ein Hauptfokus dieser Operationen, wobei Kampagnen darauf abzielen, die internationale Unterstützung und das öffentliche Vertrauen in die Führung des Landes zu untergraben.

Quellen: United24 Media, SPRAVDI, WP