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Selenskyj warnt Fluggesellschaften: Russischer Luftraum ist eine Zone für Drohnen, nicht für Zivilluftfahrt

Volodymyr Zelensky
European Commission / Shutterstock.com

Der ukrainische Präsident sagte, der russische Luftraum werde „faktisch geschlossen“.

Das Fliegen in der Nähe aktiver Kampfzonen birgt seit jeher Risiken. Diese Risiken weiten sich nun tief in Regionen aus, die zuvor als sicher für die kommerzielle Luftfahrt galten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach am Dienstag eine deutliche Warnung an internationale Fluggesellschaften und Versicherungsunternehmen aus, die russische Flugkorridore nutzen.

„Heute wollen wir jede Fluggesellschaft warnen, die den russischen Luftraum nutzt, jeden Versicherer, jeden, der noch wichtige russische Flughäfen anfliegt: Der russische Himmel wird extrem gefährlich“, sagte Selenskyj laut Reuters in seiner nächtlichen Videoansprache.

Er betonte, dass die Ukraine keine Bedrohung für die Zivilluftfahrt darstelle, „aber es wird Drohnen am russischen Himmel geben, und dies muss zur Kenntnis genommen werden“.

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Schließung des Luftraums

Die Warnung folgt auf Wochen eskalierter Angriffe. Moskau hat unerbittliche Angriffe auf Kiew gestartet, was die ukrainischen Streitkräfte dazu veranlasste, im Gegenzug russische Ölinfrastruktur und Versorgungszentren anzugreifen.

„Obwohl die russischen Behörden dies nicht ordnungsgemäß bekannt geben, wird der russische Luftraum faktisch geschlossen. Der von Russland begonnene Krieg schließt seinen eigenen Himmel“, fügte Selenskyj hinzu.

Während westliche Fluggesellschaften die Region bereits meiden, fliegen große Fluggesellschaften aus China, der Türkei und den Golfstaaten weiterhin über Russland, um Zeit und Treibstoff zu sparen.

Sicherheitsanalysten warnen, dass Fehler in der Luft weiterhin eine ernste Gefahr darstellen.

Bedrohungen in großer Höhe

Das auf Luftfahrtrisiken spezialisierte Unternehmen Osprey Flight Solutions riet seinen Kunden, dass Angriffe auf russisches Territorium wahrscheinlich anhalten dürften.

„Es besteht auch eine realistische Möglichkeit, dass die Häufigkeit ukrainischer Angriffe kurzfristig tief im russischen Territorium weiter zunehmen wird“, erklärte das Unternehmen laut Reuters.

Osprey fügte hinzu, dass „Fehlkalkulationen und/oder Fehlidentifikationen in Gebieten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt wahrscheinlich seien“.

Unterdessen forderte Moskau ausländische Diplomaten auf, Kiew zu verlassen, da die Gewalt zunimmt. Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, sagte, „die Empfehlung an das gesamte diplomatische Korps und ausländische Bürger in Kiew, aufgrund der systematischen und konstanten Angriffe der Streitkräfte gegen die militärische Infrastruktur der Ukraine zu evakuieren, verliere nicht ihre Gültigkeit, sondern im Gegenteil“, so Agerpres.