Am Montag sagte Trump, er sehe eine „gute Chance“ auf eine Einigung.
Am Montag, dem 27. Juli, sagte US-Präsident Donald Trump, er sehe eine „gute Chance“ auf ein Abkommen mit dem Iran, nachdem die USA ihre Angriffe ausgesetzt hatten, um der Diplomatie eine Chance zu geben.
Die iranische Revolutionsgarde scheint dieser Einschätzung jedoch nicht zuzustimmen, da sie einen Überraschungsangriff auf einen US-Militärstandort startete.
Berichten zufolge feuerte der Iran ballistische Raketen auf eine amerikanische Militäreinrichtung in Jordanien ab. Verteidigungssysteme fingen jede anfliegende Waffe ab, wodurch es keine Opfer gab.
Das US-Zentralkommando bestätigte die Operation später am Mittwoch in einer offiziellen Erklärung. Es merkte an, dass die amerikanischen Streitkräfte im Nahen Osten nach dem Vorfall in erhöhter Alarmbereitschaft bleiben.
„Heute um 17:45 Uhr ET starteten Kräfte des Korps der Islamischen Revolutionsgarde mehrere ballistische Raketen aus dem Iran in einem versuchten Überraschungsangriff auf US-Streitkräfte im Nahen Osten“, teilte das Militärkommando mit.
Eine gebrochene Waffenruhe
Der plötzliche Angriff brach eine fragile Waffenruhe, die am vergangenen Freitag begonnen hatte. US-Präsident Donald Trump hatte amerikanische Angriffe gegen den Iran eingestellt, um diplomatischen Gesprächen eine faire Erfolgschance zu geben.
Jordanien war bereits ein Brennpunkt im regionalen Konflikt. Zwei US-Soldaten starben dort Anfang Juli bei einem Raketen- und Drohnenangriff, der eine 13-tägige militärische Reaktion Washingtons auslöste.
Der neue Angriff erfolgte nur Stunden, nachdem Trump den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu im Weißen Haus empfangen hatte. Beide Staatschefs besprachen bei ihrem Treffen, wie der wachsenden iranischen Bedrohung begegnet werden kann.
Beamte des Weißen Hauses beschrieben diese Gespräche als „positiv und produktiv“. Doch die nachfolgenden Raketenstarts stellen die Regierung nun vor die kritische Wahl, ob sie zurückschlagen soll.
Druck auf die Diplomatie
Bevor die Raketen am Mittwoch flogen, sagte Trump Reportern, Washington nehme an „sehr tiefgehenden Gesprächen“ mit iranischen Beamten teil. Dennoch warnte er, dass das Zeitfenster für ein friedliches Ergebnis sich schnell schließe.
„Nicht viel Zeit. Entweder es geht schnell oder gar nicht“, sagte Trump. Er fügte hinzu, dass das Militär bereit sei, zu „sehr starken militärischen Maßnahmen“ überzugehen, falls die Verhandlungen vollständig scheiterten.
Trump erwähnte auch, dass das Scheitern einer Einigung zur Zerstörung des Mount Pickaxe führen könnte, wo sich eine wichtige iranische Nuklearanlage befindet. Nun, da wieder Raketen den Nachthimmel durchqueren, tickt die Uhr noch schneller.
