Die ukrainischen Häfen stehen unter einer intensiven Welle russischer Drohnenangriffe. Dennoch bleiben sie ein zentraler Bestandteil für den Export.
Die ukrainischen Häfen stehen unter einer intensiven Welle russischer Drohnenangriffe. Dennoch bleiben sie ein zentraler Bestandteil für den Export.
Russland hat im Jahr 2026 mehr als 800 Drohnen gegen Hafeninfrastruktur eingesetzt. Laut Kyiv Independent ist das ein deutlicher Anstieg gegenüber nur 75 Angriffen im Jahr 2025.
Unter Druck
Vizepremierminister Oleksii Kuleba erklärte, dass das Ausmaß der Angriffe fast um das Elffache gestiegen sei. Er warnte, dass Häfen weiterhin ein zentrales Ziel russischer Streitkräfte bleiben.
„Häfen bleiben ein zentrales Ziel (russischer) Angriffe“, sagte Kuleba auf Telegram, wie der Kyiv Independent berichtet. Ein Großteil des Drucks konzentriert sich auf die Region Odesa.
Seit Beginn der großangelegten Invasion wurden mehr als 900 Hafenanlagen beschädigt. Mindestens 177 zivile Schiffe seien ebenfalls betroffen, fügte er hinzu.
Weiter in Betrieb
Trotz wiederholter Angriffe bleibt das ukrainische Hafennetz funktionsfähig. Der Kyiv Independent berichtet, dass in diesem Jahr fast 30 Millionen Tonnen Fracht abgefertigt wurden.
Die Aufrechterhaltung der Exporte gilt als entscheidend für die Wirtschaft. Sie trägt auch dazu bei, globale Lieferketten aufrechtzuerhalten, die durch den Krieg gestört wurden.
„Unsere Aufgabe ist es, den Schutz der Hafeninfrastruktur zu stärken und den stabilen Betrieb der Logistik auch unter ständigen Angriffen sicherzustellen“, sagte Kuleba.
Kosten der Angriffe
Angriffe auf Hafenregionen haben auch Opfer gefordert. Bei einem Angriff am 3. März wurden laut regionalen Behörden zwei Menschen getötet und fünf verletzt.
Gouverneur Oleh Kiper erklärte, dass die Attacke Infrastruktur in der Region Odesa getroffen habe. Zivile Gebiete sind wiederholt betroffen.
Das Schwarze Meer bleibt eine zentrale Front im Krieg. Angriffe auf Häfen haben die Fähigkeit der Ukraine eingeschränkt, ihre wichtigste Vorkriegs-Handelsroute zu nutzen.
Schutz des Handels
Die Ukraine hat Maßnahmen ergriffen, um ihre Exportzentren zu schützen. Kuleba erklärte, dass spezialisierte Luftabwehreinheiten an Häfen stationiert wurden.
Diese Einheiten bestehen aus Mitarbeitern lokaler Unternehmen und Kriegsveteranen. Ihre Aufgabe ist es, die Abwehr eingehender Drohnen zu verbessern.
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zudem stärkere Luftabwehrsysteme für Odesa angeordnet. Ziel ist es, Handelsrouten trotz anhaltender Angriffe offen zu halten.
Quellen: Kyiv Independent, Oleksii Kuleba (Telegram)